Schwerer Einstand für den eSports DTM-Champion und GT Masters-Meister Moritz Löhner. Der Wahl-Münchner verpasste beim Monza-Rennen der Racing Unleashed Competition die Punkte. Für den eSports-Profi reichte es in der Racer League nur für Platz zwölf. Das Rennen gewann der neue Meisterschaftsführende Alejandro Sanchez vor Coque Lopez und Vojtech Polesny.
Die Racing Unleashed Competition (hier geht’s zur Homepage mit allen Infos ) ist eine Simracing-Meisterschaft, die in High-Tech-Simulatoren ausgetragen wird. Die State-of-the-art-Cockpits stehen in den verschiedenen Lounges von Racing Unleashed, unter anderem in München Zürich und Madrid.
Debütant Löhner, der im Münchner Simulator Platz nahm, verlor nach einer Kollision und einem Dreher in der Parabolica wertvolle Sekunden. Am Ende konnte er sich von Rang 17 noch auf Platz zwölf vorarbeiten. Etwas besser schnitt sein Landsmann Angelo Michel ab (Platz elf). Neben Löhner debütierten zudem die Deutschen Nick Schulte Wissermann (Platz 14) und Fabio Unverduss (Platz 18).
Alejandro Sanchez gewinnt den Racing Unleashed lauf in Monza.
Rennsieger Sanchez, der das Racer League-Rennen bequem von Platz eins nach Hause fuhr, führt inb der Meisterschaft nun mit elf Zählern Vorsprung auf den Tschechen Michal Smidl. Sanchez: „Ich freue mich die Führung übernommen zu haben. Es kann aber noch viel passieren. Den Taschenrechner habe ich immer in meinem Kopf.“ Neben dem Titel geht es bei dem spannenden Kampf auch um ein Preisgeld von knapp 5.000 Euro.
Schützenhilfe für Sanchez lieferte der Zweitplatzierte Coque Lopez. Der ehemalige eSports-Fahrer von Williams hielt Smidl über 23 Runden hinter sich. Dadurch verlor der Tscheche wertvolle Sekunden, die er dringend gebraucht hätte. Grund: Smidl kassierte beim Start fürs Abkürzen eine 10 Sekunden Strafe, die ihn von Rang drei auf sechs bugsierte.
Noch spannender ging es in der Challenger League zu. Gleich vier Piloten kämpften um Rang eins. Die ersten Drei der Meisterschaft, Javier Loro, Marcos Valverde und David Cid sowie Tiziano Caponio, zeigten allerbestes Simracing. Sämtliche Überholmanöver und spannenden Zweikämpfe sorgten für das wohl beste Rennen der Challenger League 2021.
Die Rennen der Racing Unleashed-Competition in Monza boten Simracing der Extraklasse.
Am Ende hatte Polesetter David Cid die Nase vorn, der sich in der letzten Runde noch den Attacken des Meisterschaftsführenden Javier Loro erwehren musste. „In Monza zu kämpfen ist sehr kompliziert. Ruhig zu bleiben, war mein Ziel“, erklärt Rennsieger Cid, der zwischenzeitlich auf Rang drei zurückfiel. „Und wenn sich die Möglichkeit zum Überholen ergeben hat, bin ich ohne großes Risiko vorbeigegangen.“
Cid rückt mit dem Sieg in der Meisterschaft auf 17 Punkte an Loro heran. „Es ist sehr motivierend Zweiter in der Tabelle zu sein“, freut sich Cid, der an Valverde vorbeizieht.
Loro spürt den Druck seines spanischen Landmanns: „Ich bin ziemlich nervös. Ich weiß nicht, was die nächsten Rennen passiert. Ich hoffe auf ruhige Läufe.“
Weiter geht die Competition auf dem Kurs in Mugello. Am 21. November stehen die vorletzten Läufe der Racer und Challenger League statt. Folgt dem Twitch-Kanal von Racing Unleashed, um die nächsten Rennen nicht zu verpassen!

Von

Alexander Warneke