Radarfalle rentiert sich richtig
3112 Verstöße in elf Tagen: Blitzer macht 100.000 Euro

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Keine schlechte Investition: In einer Gemeinde östlich von München spülte ein neuer Blitzer in nur wenigen Tagen eine rekordverdächtige Summe in die Kommunalkasse.
Bild: picture-alliance
Diese Investition hat sich auf jeden Fall gelohnt! Rund 100.000 Euro kostete eine neue Blitzeranlage im Ort Kirchseeon bei München. Verrückt: In weniger als zwei Wochen hat sie das Geld schon wieder eingespielt!
Eigentlich unglaublich: Am 20. Dezember 2023 stellte die Gemeinde mit knapp 9500 Einwohnern am Ortsausgang den neuen Blitzer auf – bis Jahresende sammelte sie bereits die sechsstellige Summe ein, die für ihre Anschaffung investiert wurde. Laut dem "Zweckverband Kommunale Dienste Oberland", der für die Anlage zuständig ist, löste diese in dem kurzen Zeitraum sage und schreibe 3112 Mal aus.
Blitzer: mindestens 30 Euro pro Verstoß
Die zwei Meter hohe Radarfalle kontrolliert auf der B 304 die Einhaltung des Tempolimits von 50 km/h. Doch offenbar hält sich im Münchner Osten kaum ein Autofahrer an die vorgeschriebene Geschwindigkeit. Mindestens 30 Euro werden pro Verstoß fällig, da der Blitzer innerorts steht.

Ein Blitzer in Kirchseeon registrierte 3112 Tempoverstöße in elf Tagen. "Solange die Zahlen so hoch sind, ist er 24 Stunden und sieben Tage die Woche in Betrieb", erklärt Bürgermeister Jan Paeplow.
Bild: Gemeinde Kirchseeon
"Die Zahlen sind extrem. Ich habe schon erwartet, dass sie hoch sind, aber nicht so sehr", erklärt Kirchseeons Bürgermeister Jan Paeplow (47, CSU) gegenüber BILD.
Da es am Ortseingang seit Jahren Geschwindigkeitsübertretungen gegeben habe, "mussten wir etwas tun", rechtfertigt der Politiker. "Da sind gleich die Schule und der Kindergarten." Paeplow kündigt an, dass der feste Blitzer auch erstmal bleiben soll: "Solange die Zahlen so hoch sind, ist er 24 Stunden und sieben Tage die Woche in Betrieb." Bis auch der letzte Autofahrer in der Region endlich vom Gas geht.
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