Rallye
Timo Bernhard im Rallye-Porsche

Timo Bernhard gewann die 24-h-Rennen von Le Mans, Daytona und Nürburgring sowie die 12h von Sebring. Das schaffte bisher kein anderer Rennfahrer. Jetzt macht er im Porsche 911 Cup ST die Rallye-Pisten unsicher.
- Joscha Geyer
Schon seit 2007 ist Bernhard im Golf 3 Kitcar (235 PS) als Amateur auch im Rallyesport unterwegs. Nun geht es schneller. In der Deutschen Rallye Meisterschaft (DRM) startet er in einem in Eigenregie vom Cup-Fahrzeug zum Rallye-Boliden umgebauten Porsche 911 Cup ST (400 PS). Das dafür ins Leben gerufene "Rallye Team 75", unter technischer Leitung von Timos Vater Rüdiger, sowie das Porsche Zentrum Mannheim, welches Timo Bernhards rein privates Rallye-Engagement im Porsche überhaupt erst ermöglichte, arbeiten mit viel Enthusiasmus und Ehrgeiz an dem Projekt. Marco Glasen (40), seit dem ersten Rallyeeinsatz Bernhards Beifahrer, beschreibt den Umstieg vom Golf mit Frontantrieb zum heckgetriebenen Porsche kurz und passend mit den Worten: "Die ganze Zeit hat es uns geschoben, jetzt drückt es."
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Neue Ziele: Sportwagen-Ass Timo Bernhard macht jetzt auch im Rallye-Porsche die Pisten unsicher.
Trotz aller Vorfreude auf den ersten Einsatz des neuen Autos bei der ADAC Wikinger Rallye (24. bis 26. März 2011) schätzt Bernhard seine Chancen realistisch ein: "Vor allem auf Asphalt werden wir Boden gutmachen können, wohingegen auf Schotter die allradangetriebene Konkurrenz die Nase vorne haben wird." Aufgrund seiner Verpflichtungen bei Audi, mit denen er 2011 den Titel bei den 24h von Le Mans im Audi R18 verteidigen will, und seinem Arbeitgeber Porsche, für den er nicht zuletzt durch seine vier Siege beim 24-h-Rennen am Nürburgring unentbehrlich geworden ist, wird Bernhard seinen Ehrgeiz zu siegen etwas drosseln müssen. Der Saar-Pfälzer betont, dass er das Rallyefahren rein als Hobby und Möglichkeit ansehe, sein fahrerisches Können zu verfeinern. Dazu hat er 2011 bei sechs Rallyes die Chance.
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