Rallye Dakar 2010, 1. Etappe
X-Raid-BMW gewinnt den Auftakt

Nani Roma lies bei der Dakar Carlos Sainz im VW und seinen X-Raid-Kollegen Stéphane Peterhansel von Colón nach Córdoba hinter sich. Die erste Etappe musste nach starkem Regen verkürzt werden.
Die Rallye Dakar 2010 startete mit der Etappe von Colón nach Córdoba in Argentinien. Der Spanier Joan "Nani" Roma und sein französischer Beifahrer Michel Périn konnten in ihrem von der deutschen X-raid GmbH (Trebur) eingesetzten BMW X3 CC Turbodiesel bis ins Ziel einen Vorsprung von 2:07 Minuten auf den besten Volkswagen Race Touareg des Duos Carlos Sainz/Lucas Cruz (beide Spanien) herausfahren. "Das war ein großartiger Start für Nani und Stéphane heute", zeigte sich Teamchef Sven Quandt begeistert. Dabei sah er die Touareg-Konkurrenten im Vorteil: "Die Beschaffenheit der Prüfung hat vermutlich Carlos Sainz und Nasser Al-Attiyah besser gelegen. Deshalb sind wir hoch erfreut, so früh einen Etappensieg eingefahren zu haben."

Bild: Werk
Deutsches X-Raid-Team mit zwei Autos in Top drei
Mit einem Rückstand von 3:10 Minuten auf den Sieger kamen Stéphane Peterhansel/Jean-Paul Cottret (beide Frankreich) in einem weiteren BMW X3 von X-Raid auf Platz drei in Córdoba an. Der nächste Volkswagen Race Touareg folgte auf Platz vier. Nasser Al-Attiyah (Quatar) und sein Berliner Co-Pilot Timo Gottschalk lagen 3:29 Minuten hinter Roma. Danach folgten die Vorjahressieger Giniel de Villiers (Südafrika)/Dirk von Zitzewitz (Wangels) mit 4:31 Minuten Abstand in ihrem Touareg auf Platz fünf. Das rein deutsche HS RallyeTeam mit Mattias Kahle und Beifahrer Dr. Thomas M. Schünemann holten ihren ersten Tagessieg in der Buggy-Wertung. Sie brummten dem zweitbesten Buggy mit Stéphane Henrad am Steuer mehr als vier Minuten Rückstand auf. In der Gesamtwertung liegen sie auf Position 20.
Da mehrere Gewässer wegen starker Regenfälle überflutet waren, sah sich der Veranstalter gezwungen, den Start der ersten Wertungsprüfung um 52 Kilometer zu verlegen. Ihre Distanz verkürzte sich dadurch von 251 auf 199 Kilometer. Zu Beginn standen schnelle Abschnitte auf festem Boden auf dem Programm. Das Tagesfinale bildeten kurvenreichere und schmale Passagen auf steinigem Untergrund, auf denen vor allem die Fahrer mit Erfahrung bei klassischen Sprint-Rallyes glänzen konnten. Bei den Motorrädern sorgte David Casteu mit seinem Etappensieg für eine Überraschung. Mit einer Zeit von 1:50:00 Stunden schlug er seinen Freund und französischen Landsmann Cyril Despres auf KTM um drei Sekunden. Casteu startet in diesem Jahr erstmalig mit seinem eigenen Team, das 450ccm-Maschinen des französischen Herstellers Sherco einsetzt. Der letztjährige Dakar-Sieger Marc Coma (Spanien) folgte mit zwölf Sekunden Rückstand auf Casteau als Dritter im Ziel.
Tödlicher Unfall
Überschattet wurde der Start der 32. Ausgabe der Rallye Dakar gleich auf der ersten Etappe von einem schweren Unfall, bei dem eine Zuschauerin ums Leben kam. Der deutsche Fahrer Mirco Schultis kam in einer Kurve von der Straße ab und raste in eine Zuschauergruppe. Eine 28-jährige Frau erlitt dabei so schwere Verletzungen, dass sie im Krankenhaus starb. Zwei weitere Schwerverletzte wurden in Krankenhäusern behandelt, zwei Menschen kamen mit leichteren Verletzungen davon. Die Rennleitung betonte, dass sich der Unfall an einem nicht für Zuschauer zugelassenen Streckenabschnitt ereignet habe. Was mit Schultis und seinem Beifahrer passierte, war zunächst nicht bekannt.
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