Die Spanier Carlos Sainz und Lucas Cruz bauten mit ihrem ersten Etappensieg bei der Rallye Dakar 2010  ihren Vorsprung in der Gesamtwertung vor ihren beiden Teamkollegen wieder aus: Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk (Quatar/Berlin) liegen als Gesamt-Zweite nun 10.06 Minuten hinter der Spitze, nachdem sie auf der neunten Etappe zuvor fast sechs Minuten aufgeholt hatten. Das Klassement der zehnten Wertungsprüfung lag eng zusammen. Die ersten vier Autos absolvierten die 238 Kilometer lange Strecke zwischen La Serena und Santiago alle innerhalb von maximal 1.40 Minuten Abstand zwischen den gestoppten Zeiten.

Auf den schmalen Bergpässen war der frühere zweifache Rallye-Weltmeister Sainz ganz in seinem Element. Steinige Böden, enge Kehren, viele Bremsmanöver – die Anforderungen erinnerten teilweise eher an die Rallye-WM als an eine Wüsten-Etappe. Dennoch war seine Aufgabe alles andere als Routine: Sainz gewann die zehnte Etappe der Dakar im VW Race Touareg mit 28 Sekunden Vorsprung auf Stéphane Peterhansel/Jean-Paul Cottret (beide Frankreich) im X-Raid BMW X3 CC. Ein weiterer Gegner im Kampf um den Tagessieg waren die Volkswagen-Teamkollegen Mark Miller (USA) und Ralph Pitchford (Südafrika), die nach 148 von insgesamt 238 Kilometern geführt hatten. Das Duo belegte im Tagesziel Platz drei vor Al-Attiyah/Gottschalk. In der Gesamtwertung der Veranstaltung liegt das VW-Trio Sainz-Al-Attiyah-Miller nach zehn von 14 Etappen mit deutlichem Vorsprung an der Spitze: Stéphane Peterhansel/Jean-Paul Cottret haben als Vierte im BMW 2:14.20 Stunden Rückstand.

Despres behauptet Gesamtführung

Lies diesmal nichts anbrennen: Vorjahressieger Marc Coma bestimmte auf seiner KTM das Tempo.
Lies diesmal nichts anbrennen: Vorjahressieger Marc Coma bestimmte auf seiner KTM das Tempo.
Vorjahressieger Marc Coma (Spanien) hatte auf seiner KTM in der Zweirad-Wertung diesmal alles im Griff. Er distanzierte David Frétigne (Frankreich, Yamaha) um 2.06 Minuten. Auf Rang drei folgte dessen Markenkollege Helder Rodrigues (+ 2:36 Minuten). Der die Gesamtführung dominierende Cyril Despres Frankreich, KTM) kam mit 6:25 Minuten Rückstand als Sechster ins Ziel. Er führt allerdings bereits mit 1:22:49 Stunden Vorsprung auf Pal Anders Ullevalseter (Norwegen, KTM). Dritter ist Aprilia-Pilot Francisco Lopez Contardo (+1:24:07). Er hat jedoch nur noch 52 Sekunden Vorsprung auf den Gesamtvierten Rodrigues. Coma konzentriert sich nur noch auf Etappensiege, im Gesamtklassement liegt er weiter fast sieben Stunden zurück.