Rallye Dakar 2022
Audis wüstes Testlabor

Audi fährt die Rallye Dakar mit einem technischen Meisterwerk
Bild: Audi
- Bianca Garloff
- Michael Zeitler
Der Clou: Der Gelände-Rennwagen wird von zwei Elektromotoren mit einer Gesamtleistung von 680 PS angetrieben. Wie bitte? Mit E-Abtrieb auf bis zu 800 Kilometer langen Etappen durch die Wüste? Ohne Ladestation und mit begrenzter Reichweite der Batterien?

Audi geht 2022 mit dem QS e-tron, bei der Rallye Dakar, an den Start.
Bild: Audi
Das Konzept: ein Hybrid. Vorder- und Hinterachse werden mit je einem 250 kW (340 PS) starken Elektromotor aus der Formel E angetrieben. Im Herzen des Audi RS Q e-tron arbeitet zudem ein Verbrennungsmotor. Der wiederum treibt einen Generator an, der die 370 Kilogramm schwere Lithium-Ionen-Batterie (52 kWh) für die Antriebsmotoren lädt. Zusätzlich wird Energie beim Bremsen rekuperiert.
„Das Auto ist das komplexeste, das ich je gesehen habe“, sagt Sven Quandt, Gründer von Q Motorsport, dem Einsatzteam von Audi. Er vergleicht das Projekt sogar mit der ersten Mondlandung: „Damals wussten die Ingenieure auch nicht, was auf sie zukommt. Bei uns ist es ähnlich. Eine Zielankunft beim ersten Einsatz wäre ein Erfolg.“

Der Gelände-Rennwagen wird von zwei Elektromotoren mit einer Gesamtleistung von 680 PS angetrieben.
Bild: Audi
Als Fahrer gehen Mattias Ekström (43, mit Audi zweimal DTM-Champion, einmal Rallycross-Weltmeister), Carlos Sainz (59, dreimal Dakar-Sieger) und der Dakar-Rekordsieger Stéphane Peterhansel (55, 14 Siege) an den Start. Ekström zu ABMS: „Eines der geilsten Autos, die ich je gefahren bin.“
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