Formel 1: Tödliche Unfälle in der Formel 1

Rallye Dakar: 68. Todesfall

Die gefährlichsten Rennen der Welt

Das Jahr 2020 ist erst zwölf Tage alt, da gibt es schon die erste Todesnachricht: Bei der Rallye Dakar verunglückte Paulo Gonçalves tödlich.
Der Motorsport ist und bleibt gefährlich. Das hat der tödliche Formel-2-Unfall von Anthoine Hubert im Rahmen des Belgien-GP 2019 gezeigt. Doch es gibt Rennserien oder Events, die gefährlicher sind als alle anderen. Die Rallye Dakar ist eine solche Veranstaltung.
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Gestern verzeichnete die seit 1979 (mit einer einjährigen Unterbrechung) ausgetragene Wüsten-Rallye den 68. Todesfall. Die meisten Opfer waren dabei aber gar keine aktiven Teilnehmer. 2016 zum Beispiel erfasste ein Auto einen bolivianischen Zuschauer, der dieses Unglück nicht überlebte. Es war der bislang letzte Todesfall – bis zum gestrigen Sonntag und der siebten Etappe der Rallye Dakar. Paulo Gonçalves stürzte mit seiner Hero-Motorradmaschine und zog sich dabei tödliche Verletzungen zu.
Es sind vor allem die Motorrad-Fahrer, die im Rennsport extrem gefährlich leben. Unter den 68 Dakar-Todesfällen sind 24 Fahrer – zwei verunglückten mit dem Auto, zwei mit dem Lastwagen und nicht weniger als 20 mit dem Motorrad!

Beim Indy 500 kracht es immer wieder heftig

Das gleiche Bild zeigt sich auch beim verrückten Straßenrennen in Macau: Bei 13 verstorbenen Pilotenverunglückten „nur“ vier mit dem Auto, neun aber mit dem Motorrad.
Was aber ist das gefährlichste Rennen der Welt? Natürlich ein Motorradrennen! Die Tourist Trophy auf der Isle of Man hat schon 258 Motorradfahrern das Leben geraubt. 2019 erwischte es Daily Mathison. Ein Rennen über ungesicherte Landstraßen ist einfach gefährlich, das Event daher extrem umstritten.
Die Formel 1 zählt bisher 25 Todesfälle an Rennwochenenden, plus sieben durch das Indy 500, das von 1950 bis 1960 zur Weltmeisterschaft zählte. 14 weitere Todesfälle ereigneten sich bei F1-Testfahrten oder nicht zur Meisterschaft zählenden Rennen. Das sind zwar auch hohe Zahlen, aber immerhin ist die Tendenz stark sinkend. Wollen wir hoffen, dass Jules Bianchi 2014 in Suzuka der letzte Todesfall bleibt.
Das gefährlichste Autorennen ist wohl das Indy 500. Zwar ist im Rennen selbst seit 1973 kein Fahrer mehr ums Leben gekommen, aber Tests und Qualifyings mit eingeschlossen gab es dort schon 66 Todesopfer. Die IndyCar-Serie bringt es sogar auf 95 Todesfälle, zuletzt 2015 Justin Wilson in Pocono.
Aber das alles sind nur Zahlen. Dahinter stecken tragische Geschichten und trauernde Familien. Paulo Gonçalves war kein Amateur-Fahrer, der die Risiken nicht kannte. Der 40-jährige Portugiese war schon zum 13. Mal bei der Rallye Dakar dabei, holte sich 2015 den zweiten Platz in der Gesamtwertung und gewann 2013 sogar den FIA-Cross-Country-Weltcup. Hier werden eine Reihe solcher Marathon-Rallyes wie die Dakar ausgetragen.
Vor allem aber war Paulo Gonçalves im Fahrerlager extrem beliebt. Er lebte den Geist der Rallye Dakar, er hielt an Unfallstellen an, er war hilfsbereit, seine Kontrahenten waren keine Gegner, sondern Freunde.
Für den heutigen Montag wurde die achte Etappe der Rallye Dakar für Motorradfahrer abgesagt.
In der Bildergalerie haben wir die Informationen zu den Formel-1-Todesfällen aufbereitet.

Formel 1: Tödliche Unfälle in der Formel 1

Fotos: Picture Alliance

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