Dakar

Rallye Dakar: Alle Sieger der Auto-Wertung

Rallye Dakar: Deutscher greift an

Der letzte Deutsche in der Wüste

Der Deutsche Jürgen Schröder ist nach acht knüppelharten Etappen bei der Rallye Dakar noch immer dabei. Jetzt will er mit seinem Nissan Navara sogar in die Top 10.
Während ein Favorit nach dem anderen bei der diesjährigen Rallye Dakar die Segel streichen muss, ist der deutsche Amateurfahrer Jürgen Schröder (59) noch immer dabei. Er ist der letzte verbliebene Deutsche im Feld, liegt aktuell auf Rang 25 im Klassement. „Die Etappen bisher haben richtig Spaß gemacht. Obwohl wir nicht viel Glück hatten: Wir haben uns gleich am zweiten Tag überschlagen. Am Ende sind dabei vier, fünf Stunden verloren gegangen – am nächsten Tag gleich noch einmal weil, wir uns verfahren haben“, bilanziert er. 

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Dann aber kam die siebte Etappe und die Wende. Schröder landete auf Platz 13. Schröder: „Da sind wir als 25. auf die Strecke gegangen. Es war die Marathon-Etappe, daher sind wir gar nicht so schnell gefahren, eher ruhig, sind kein Risiko eingegangen, haben auf die Reifen aufgepasst, auch mal Konkurrenten vorbeigelassen, die angeklopft haben. Das hat sich ausgezahlt. Ich bin zuversichtlich, dass wir auch die restlichen Etappen gut abschließen und um die Top 20 kämpfen können. Dann war das für mich eine gute Rallye.“

Jürgen Schröder ist der letzte verbleibende Starter 

Für den Deutschen ist es der achte Anlauf bei der Rallye Dakar, die dritte als Fahrer. Davor war er Co-Pilot von Alfred Kox, einem Südafrikaner, den er in seiner 30-jährigen Motocross-Karriere kennen gelernt hat. Schröder fährt mit einem Nissan Navara, dessen Fünfliter-V8-Motor es auf 390 PS bringt. „In den ersten Jahren hatten wir immer Kühlungsprobleme. Dieses Mal hat sich die Kühlkapazität um 50 Prozent erhöht“, erklärt der 59-Jährige.

Rallye Dakar: Unfälle

 
Das Besondere: Der Thedinghausener fuhr bisher alle Rallye Dakars mit seinen Söhnen. 2015 und 2016 war Daniel dabei, 2018 Maximilian. Schröder: „Beide sind gute Motorradfahrer, können daher gut navigieren und die Geschwindigkeit des Autos einschätzen. Daniel ist selbst zwei Mal mit dem Motorrad bei der Rallye Dakar mitgefahren, wurde einmal sogar Amateurmeister. Dann kam eine Achillesfersen-Verletzung dazwischen.“
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Und sein weiteres Ziel? Schröder: „Es gibt hier sicherlich 20, 30 richtige Topfahrer, die viel Erfahrung im Rennsport haben – und sehr gutes Material. Es wäre vermessen zu sagen, dass ich in meinem Alter da nochmal unter die Top 10 komme. Aber ich werde sicherlich auch mal meine Jungs ans Steuer lassen, hab das auch schon mal bei anderen Rallyes gemacht.“
Dieses Interview führte Ellen Lohr

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Jürgen Schröder

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