Rallye Deutschland von Unfall überschattet
Sébastien Ogier zurück auf Titelkurs

Nach sechs Rallyes ohne Sieg lässt Weltmeister Ogier beim VW-Heimspiel der Konkurrenz keine Chance. Hyundai-Piloten landen auf Rang zwei und drei.
Bild: Twitter: RallyeCentrum / Feelmotorsport / Picture-Alliance
- Christian Schön
Zwei Wertungsprüfungen reichten Sébastien Ogier (32, Volkswagen) aus, um endlich einmal wieder klar zu machen, wer der Chef im Ring ist. Mit Bestzeiten in beiden Durchgängen über die 40 Kilometer lange WP „Panzerplatte“ fuhr der Franzose den entscheidenden Vorsprung heraus, um nach 2015 zum zweiten Mal die Rallye Deutschland zu gewinnen. Im Ziel hatte Ogier 20,3 Sekunden Vorsprung vor Dani Sordo (33, Hyundai). Der Spanier rettete seinerseits mit hauchdünnen 0,1 Sekunden Rang zwei vor Teamkollege Thierry Neuville (28). Andreas Mikkelsen (27, Volkswagen) auf Platz vier komplettierte die Vierergruppe, die vom Start weg um den Sieg gekämpft hatte.

Weltmeister Ogier war in Deutschland nicht aufzuhalten
Auch bei der Rallye Deutschland wurden nicht alle Wertungsprüfungen planmäßig gefahren. Der erste Durchgang über die Prüfung „Panzerplatte“ wurde nach einem schweren Unfall eines privaten Citroën-Teams abgebrochen. Während Pilot Stéphane Lefebvre (24) mit Prellungen glimpflich davonkam, wurden bei Beifahrer Gabin Moreau (27) mehrere Knochenbrüche diagnostiziert. Zuschauer waren hier nicht beteiligt. Anders am Sonntag. Die Rennleitung stoppte die vorletzte WP „Dhrontal“ nach nur einem Auto, weil sich nach Angaben von Sicherheitsposten einige Fans weigerten, eine Sperrzone zu verlassen.Die Dominanz von Ogier wurde nur während der ersten Etappe kurz unterbrochen, als der Weltmeister nach einem Bremsfehler in einen Notausgang rutschte und mehrere Sekunden verlor. Dadurch konnte sich Mikkelsen zeitweise an die Spitze setzen. Nach einer riskanten und am Ende falschen Reifenwahl für die „Panzerplatte“ – „Ich musste etwas anderes probieren als Sébastien“ – fiel der Norweger soweit zurück, dass er für den Rest der Rallye mit den beiden Hyundai-Piloten Sordo und Neuville nur noch um Rang zwei kämpfen konnte. Dass für Mikkelsen schließlich sogar lediglich Rang vier blieb, zeigt die Stärke des koreanisch-deutschen Teams bei Asphalt-Rallyes.

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