In der Preisklasse bis 15.000 Euro haben Autokäufer die Qual der Wahl. Vom neuen Kleinwagen bis zum Luxus-Liner aus gepflegtem Vorbesitz ist alles zu haben. Hier sind die besten Kauf-Tipps.
Eigentlich ist es doch egal, ob man 15.000 Euro für einen Neuwagen ausgibt oder in einen Gebrauchten investiert. So denken viele Autofahrer, wenn sie vor der Kaufentscheidung stehen. Und liegen damit häufig falsch. Denn auf lange Sicht ist es nicht der Kaufpreis allein, der uns Autokäufer belastet, sondern die laufenden Unterhaltskosten und vor allem der Wertverlust. Letzterer wird jedoch beim Kauf gern verdrängt. Dabei reißt er bei Neufahrzeugen das größte Loch in die Haushaltskasse, wie die gängigen Prognosen der Restwert-Profis von Bähr & Fess Forecasts zeigen. Die meisten Neuwagen verlieren in den ersten drei bis vier Jahren rund die Hälfte des einstigen Neupreises. Bei weniger gefragten Modellen fällt der Wertverlust sogar deutlich höher aus. Deshalb ist für 15.000 Euro selbst ein üppigst ausgestatteter Luxusliner wie die Mercedes S-Klasse oder der {
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Für 15.000 Euro gibt es schon großen Luxus
Für 15.000 Euro gibt es nicht nur neue Kleinwagen, sondern auch fabrikfrische Kompakte wie z.B. der Ford Focus.Doch Vorsicht: Der künftige Wertverlust solcher Autos fällt zwar wesentlich geringer aus als zu Beginn, dafür schlagen aber die Unterhaltskosten umso stärker ins Konto. Teuer wird es vor allem bei Reparaturen. Ohne finanzielle Reserven sollte man sich den Kauf eines gebrauchten Luxusautos also besser abschminken. Macht aber nichts, schließlich gibt es in dieser Preisklasse genügend Alternativen. Wer sein Auto lange behalten will, muss sich um Restwerte ohnehin nicht kümmern. Und kann deshalb bedenkenlos einen Neuwagen wählen. Die Auswahl ist größer als oftmals angenommen. Denn für 15.000 Euro gibt es nicht nur neue Kleinwagen, sondern auch fabrikfrische Kompakte. Wer hinsichtlich Marke, Modell oder Ausstattung flexibel ist und geschickt verhandelt, kann sich sogar einen neuen Mittelklassewagen leisten – als EU-Import, Tageszulassung oder Auslaufmodell. Vorteil: Hersteller-Garantien geben in den ersten Jahren Sicherheit vor unliebsamen Überraschungen. In der 15.000-Euro-Preisklasse gibt es also genügend Argumente, die sowohl für den Kauf eines Neuwagens als auch für den Kauf eines Gebrauchten sprechen. Damit Sie nicht den Überblick verlieren, zeigen wir in unserer Bildergalerie die besten Autos in zehn Kategorien – egal ob neu oder schon etwas älter. Das sind die Besten in allen Klassen: Die Hitliste der Autos bis 15.000 Euro. Den kompletten Vergleich mit allen Tabellen gibt es im Heftarchiv als pdf.
Wie viel Rabatt ist möglich?
Richtige Schnäppchen sind vor allem möglich, wenn Käufer sich nicht gezielt auf ein Modell festlegen.Autokäufer sollten sich von hohen Listenpreisen nicht abschrecken lassen. Denn die stehen nach wie vor meist nur auf dem Papier. Trotz der verbesserten Absatzlage im ersten Quartal ist kaum ein Neuwagen ohne Nachlass an den Mann zu bringen. Und der kann je nach Hersteller, Modell und Händler beträchtlich ausfallen. Im Schnitt sind rund 15 bis 17 Prozent drin, manchmal jedoch sogar das Doppelte. Richtige Schnäppchen sind vor allem möglich, wenn Käufer sich nicht gezielt auf ein Modell oder eine bestimmte Ausstattung festgelegt haben. Denn Rabatte geben die Händler vornehmlich auf Fahrzeuge, die bereits auf dem Hof stehen. Also ruhig mal den Händler auf Lagerfahrzeuge ansprechen. Höhere Nachlässe sind zudem bei Neufahrzeugen mit Kurz-Zulassung möglich. Allerdings kann dabei schon ein Teil der Garantiefrist verstrichen sein. Auch EU-Importe locken: Einige Mittelklasse-Modelle, vornehmlich aus Korea, gibt es dort bis zu 44 Prozent unterm Listenpreis.
1. Platz Kleinwagen: Mazda2 1.5 MZR (Neuwagen). Nimm 2! Mazdas kleinstes Modell ist ein echter Kauftipp. Der Fünftürer mit dem spritzigen 103-PS-Motor kostet in der Grundversion exakt 15.000 Euro. Dafür bietet der Japaner nicht nur viel Nutzwert und Qualität, sondern ...
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... auch viel Fahrspaß. Das Cockpit ist von solider Qualität und erinnert an die größeren Mazda-Modelle. Stärken & Schwächen: So muss ein moderner Kleinwagen sein, kompakt (3,88 Meter Länge), Platz für fünf und mit ordentlichem Kofferraum (bis zu 787 Liter Volumen).
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Gegen den allgemeinen Trend ist er im Vergleich zum Vorgänger leichter geworden und bringt nur rund eine Tonne auf die Waage. Das spart Sprit, macht ihn handlich und kommt der Zuladung zugute. Nette Details inklusive: Das Handschuhfach hat eine zweite Extra-Ablage.
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Preise & Kosten: Zugegeben, 15.000 Euro sind für einen Kleinwagen nicht billig. Doch der Mazda ist sein Geld wert. Schon die Grundversion ist mit Klimaanlage, ESP, 15-Zoll-Alurädern, elektrischen Fensterhebern vorn und CD-Radio üppig ausgestattet. Bei entspannter Fahrweise ...
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... braucht er rund 6,7 Liter Sprit auf 100 km – ein guter Wert. Fazit: Polo, Yaris, Corsa und die anderen populären Minis haben einen echten Gegner. Der Mazda2 empfiehlt sich mit viel Nutzwert, modernem Design und spritzigem, aber kultiviertem Motor. Kosten pro km: 50 Cent.
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2. Platz Kleinwagen: VW Polo 1.4 TDI Trendline (Neuwagen).
Die Modellpalette: Der kleinste Polo-Diesel leistet 70 PS und geht flott zur Sache. Besonders Vielfahrer dürften Freude am durchzugskräftigen Aggregat haben.
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Stärken & Schwächen: starker Motor mit niedrigem Verbrauch, Motor läuft etwas rau, gutes Platzangebot, aber freudloses Cockpit. Preise & Kosten: Der Zweitürer kostet 14.850 Euro, wer vier Türen will, zahlt 830 Euro mehr. Kosten pro km: 48 Cent.
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3. Platz Kleinwagen: Opel Corsa 1.3 CDTI (Neuwagen). Stärken & Schwächen: praktischer Kleinwagen mit viel Platz. Preise & Kosten: 14.930 Euro kostet der Fünftürer. Dafür gibt's gute Fahrleistungen, knappe Ausstattung, niedrigen Verbrauch. Kosten pro km: 49 Cent.
Bild: S. Krieger
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Auf den können wir verzichten: Mini (gebraucht). Luschige Verarbeitung, Getriebeschäden,
Ölverlust, zu viel Lenkungsspiel und sogar erste Anzeichen von Rost an tragenden Teilen – der Mini mag zwar Kult sein, die Qualität des frechen Flitzers ist es sicher nicht.
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1. Platz Kompakte: VW Golf 1.4 Trendline (Neuwagen).
Moment mal: 15.000 für einen neuen Golf? Der Einspruch ist berechtigt. Eigentlich kostet er
16.300 Euro, mit vier Türen sogar 17.050 Euro. Doch da VW im Herbst den Golf VI vorstellt, gibt es bereits jetzt kräftig ...
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... Rabatt auf das aktuelle Modell. Mit offenen Augen und Verhandlungsgeschick sollte daher ein Dreitürer mit dem 80-PS-Einstiegsbenziner drin sein. Sachlich, aber gut: Im Cockpit ist alles am richtigen Platz. Die Sitze sind erstklassig.
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Eine einfache Klimaanlage ist für den Trendline nicht lieferbar, sondern nur die vollautomatische "Climatronic" gegen 315 Euro Aufpreis. Stärken & Schwächen: Auch das Basismodell beeindruckt mit den typischen Golf-Qualitäten. Vor allem ...
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... Lenkung und Fahrwerk setzen noch immer Maßstäbe. Der 1,4-Liter-Vierzylinder bietet genügend Vortrieb, wird aber bei höheren Drehzahlen laut und brummig. Nach vorn ist der Golf durch die tiefe Sitzposition beim Einparken schwer einzuschätzen.
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Preise & Kosten: In Zeitungsanzeigen und bei Aktionsverkäufen wird der Golf ab 15.000 Euro angeboten. Wer bar zahlt, dürfte ihn sogar noch günstiger bekommen. Im Unterhalt ist der Basis-Golf günstig. Sein Spritverbrauch liegt noch unter acht Litern auf 100 km.
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Fazit: Bei dem Lieblingsauto der Deutschen kann man nichts falsch machen. Der Golf wirkt zwar etwas bieder, bietet dafür aber solide Technik und gute Verarbeitung. Beim Wiederverkauf erzielt er sehr ordentliche Restwerte. Kosten pro km: 49 Cent.
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2. Platz Kompakte: Ford Focus 1.4 Ambiente (Neuwagen). Stärken & Schwächen: präzise Lenkung, harmonisches Fahrwerk und sportliches Handling, Verarbeitung nicht immer top. Preise & Kosten: Der Dreitürer als Ambiente kostet genau 15.000 Euro. Kosten pro km: 50 Cent.
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3. Platz Kompakte: BMW 118i (gebraucht). Stärken & Schwächen: tolle Fahrdynamik, kultivierte Motoren; wenig Platz, harte Federung, Verarbeitungsschwächen. Preise & Kosten: relativ hohes Preisniveau,
Unterhaltskosten im Rahmen. Kosten pro km: 36 Cent.
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Auf den können wir verzichten: Der VW New Beetle (gebraucht) ist heute keine runde Sache mehr: Retrostil von gestern, ein bescheidenes Platzangebot, wenig Stauraum und das Van-artig tiefe Armaturenbrett schmälern die Attraktivität doch beträchtlich.
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1. Platz Mittelklasse: Skoda Octavia 1.4 Classic (Neuwagen). Was für eine Erfolgsgeschichte: Seit Skoda zum VW-Konzern gehört, geht es bergauf. Wesentlich zum Erfolg beigetragen hat der Octavia, der auf viele Komponenten des Golf zurückgreift. Entsprechend risikolos ist sein Kauf.
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Das Cockpit erinnert an den Golf. Tacho und Details sorgen aber für Abgrenzung. Wichtigstes Kaufargument: der Preis. Entsprechend attraktiv wird das Einstiegsmodell angeboten: 14.950 Euro kostet der Octavia Classic mit 1,4-Liter-Vierzylinder und 80 PS.
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Stärken & Schwächen: Das konservative Stummelheck-Design mag etwas bieder wirken, doch im Innenraum bietet die Limousine viel Platz und Komfort. Dass dem Octavia der Golf als technische Basis dient, ist kaum zu spüren. Er wirkt eher wie ein ausgewachsenes ...
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... Mittelklassemodell. Allerdings stößt der kleine Benziner auf der Autobahn an seine Grenzen. 80 PS sind für das relativ große Auto nicht viel, und der Motor will für flottes Vorankommen ordentlich gedreht werden. Das macht ihn laut und steigert den Spritdurst.
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Preise & Kosten: 14.950 Euro locken als Einstiegspreis. Auf fast selbstverständliche Helferlein wie elektrische Fensterheber vorn (220 Euro), Klimaanlage (1120 Euro) und klappbare Rücksitze (130 Euro) muss man bei diesem Kampfpreis verzichten. Auch ein Radio fehlt.
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Fazit: Der Octavia ist eine solide Limousine mit viel Platz und Komfort, doch ohne jeden Glamour. Die solide VW-Technik garantiert einen weitgehend sorgenfreien Autoalltag. Nur der 80-PS-Benzinmotor wirkt schnell überfordert. Kosten pro km: 47 Cent.
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2. Platz Mittelklasse: Ford Mondeo 2.0 (gebraucht): sehr agil, viel Platz, komplette Sicherheitsausstattung, seit Facelift 2003 gute Verarbeitung; ausgeschlagene Hinterachslager, Diesel teilweise anfällig. Preise & Kosten: attraktive Preise, Kosten pro km: 40 Cent.
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3. Platz Mittelklasse: Mazda6 1.8 (gebraucht). Hohe Zuverlässigkeit bei Benzinern, robuste Mechanik, sicheres Fahrverhalten; Diesel tendenziell anfälliger (Einspritzung, Turbolader). Preise & Kosten: Benziner vergleichsweise günstig, Kosten pro km: 41 Cent.
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Auf den können wir verzichten: Saab 9-3 (gebraucht). Warum einen Saab 9-3 fahren, wenn es den Opel Vectra gibt? Die Technik des Schweden baut nämlich auf der Plattform des längst abgelösten Vectra B auf. Ohne aber dessen Zuverlässigkeit zu erreichen.
Bild: Werk /
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1. Platz Kombis: Opel Vectra 1.9 CDTI (gebraucht). Typisch: Die ersten drei Jahre verbrachte der feuerrote Opel Vectra Caravan im Außendienst. Und der Zustand zeigt, dass der Mann sein Auto wohl gemocht hat. Der Vectra C kam 2002 als Limousine, 2003 folgte ...
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... der geräumige Caravan (530 bis 1850 Liter Ladevolumen). Er gilt als die gefragteste Variante. Gute, preiswerte Exemplare mit interessanter Ausstattung sind deswegen schnell vergriffen - auch wenn das Cockpit-Design arg sachlich wirkt. Die Funktionalität ist aber okay.
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"Viel Ausstattung" verspricht
das Angebot. Stimmt sogar: Zum Preis von 14.800 Euro ist der Opel mit Standheizung ungewöhnlich gut ausgestattet. Stärken & Schwächen: Der Vectra C fährt sich agil, ist dabei aber keineswegs unkomfortabel. Ideal also für einen Familienwagen.
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Die unexakte Schaltung blieb während der gesamten Bauzeit gleich. Dafür zeigt die Modellreihe, wie sehr sich Opel um Qualität bemüht hat. Die frühen Modelle können nicht immer begeistern, gehen aber selten kaputt. Nur Mängel an Vorder- und Hinterachsen treten öfter auf.
Bild: Werk /
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Preise & Kosten: Für 15.000 Euro gibt es einen gut ausgestatten Vectra Caravan, sei es mit sparsamem 1,9-Liter-CDTI-Diesel oder dem agilen 2,2-Liter-Benziner. Rund 50.000 Kilometer haben typische Exemplare hinter sich.
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Fazit: Der alte Slogan gilt für ihn wieder. Opel, der Zuverlässige. Als komfortabler, großer Kombi eignet sich ein Vectra Caravan prima für Familien und Menschen mit raumgreifenden Hobbys. Vorsicht vor Chip-Tuning! Kosten pro km: 34 Cent.
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2. Platz Kombis: Skoda Fabia Combi 1.2 HTP (Neuwagen). Viel Platz und ordentliche Qualität, wenig Fahrfreude. Preise & Kosten: Der 70-PS-Benziner kostet ab 11.990 Euro. Verbrauch: um sechs Liter auf 100 Kilometer. Kosten pro km: 45 Cent.
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3. Platz Kombis: BMW 520i Touring (gebraucht). Stärken & Schwächen: prima Handling, Sicherheitsausstattung und Rostschutz; wenig Platz, oft ausgeschlagene Achsen. Preise & Kosten: moderate Preise, V8-Modelle mit hohen Unterhaltskosten. Kosten pro km: 43 Cent.
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Auf den können wir verzichten: Peugeot 407 Kombi (gebraucht). Keine besonderen Stärken, ein eher bescheidener Gepäckraum – dieser Kombi ist zwar trendig gestylt, sonst aber ein blasser Typ. Schade, denn der Vorgänger war beim Nutzwert noch ein Vorbild in dieser Klasse.
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1. Platz Oberklasse: Audi A6 (gebraucht). Noch gibt es ihn, den VW-Händler um die Ecke. In seiner Halle parkt der silberne A6 2.4, das Auto des Seniorchefs. Er hatte 2001 bei der Bestellung ...
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... blaues Velours mit Automatik kombiniert, konservativer geht es kaum. Doch mit seiner Klimaautomatik und dem großen Kofferraum kann dieser A6 jede Familie glücklich machen.
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Und der Verkäufer bietet ein Jahr Garantie - und
auch ein Satz Winterräder ist inklusive. Das Angebot an gebrauchten A6 ist riesig, die Nachfrage ist es nicht. Damit haben Käufer bei Verhandlungen eine starke Position. Die Vierzylinder-Benziner (1,8 und 2,0 Liter) wirken ...
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... matt, der 2,4 Liter große V6-Motor unseres Audi A6 fühlt sich deutlich souveräner an. In ihrer eigenen Liga spielen die drehmomentstarken TDI – allerdings auch bei den Kosten. Stärken & Schwächen: hochwertiger Eindruck, kein Knarzen, keine verschlissenen Polster.
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Preise & Kosten: Unser A6 ist top. Sein Zustand erreicht fast Jahreswagen-Niveau. Allerdings ist der V6 relativ durstig. Vielfahrer sollten über den 2,5-Liter-Diesel (150 PS) nachdenken. Jedoch wird der mehr Kilometer abgerissen haben. Hier lohnt es sich, ganz scharf zu rechnen.
Bild: AUTO BILD / Holger Schaper
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Auch kennen die Karosserien keinen Rost, sofern sie unfallfrei geblieben sind. Kopfzerbrechen bereiten allerdings die Mängel am Diesel: Die Luftmassenmesser spinnen gern. Und wenn ein Zahnriemen reißt, ist der Motor hin. Auch die stufenlose Multitronic kennt teure Ausfälle.
Bild: AUTO BILD / Holger Schaper
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Fazit: Für manchen Interessenten kann sich das Umdenken lohnen: Wer nicht viel fährt, braucht keinen Diesel, der mit hohen Folgekosten nervt. Warum nicht den V6-Benziner? Der hält lange und bietet adäquate Fahrleistungen. Kosten pro km: 41 Cent.
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2. Platz Oberklasse: Mercedes E 200 K (gebraucht). Stärken & Schwächen: Platz, Fahrkomfort und Sicherheit top; Elektrikprobleme, ausgeschlagene Vorderachsen, Rost an Schnittkanten, mitunter sogar massiv. Preise & Kosten: relativ günstige Preise, Kosten pro km: 43 Cent.
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3. Platz Oberklasse: Lancia Thesis 3.0 V6 (gebraucht). Stärken & Schwächen: luxuriöse Ausstattung; unausgewogene Fahrwerkabstimmung, hoher Verbrauch (Benziner). Preise & Kosten: günstige Preise dank hohen Wertverlusts, teuer im Unterhalt. Kosten pro km: 52 Cent.
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Auf den können wir verzichten: Chrysler 300C. Keiner verkörpert das Ami-Feeling in der Oberklasse besser als der Chrysler 300C. Nach der Trennung von Daimler droht dem 300er aber ein Wertverlust, der ähnlich imposant ausfällt wie sein Äußeres.
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1. Platz Luxusklasse: Mercedes S 500 (gebraucht). Mercedes bot für die Modelle der Baureihe W 220 (bis 2005) alles an, was neu, gut und teuer war. Unser 500er ist mit Xenon und belüftbaren Memory-Sitzen bestückt. Das Beste: Er hat erst 101.000 Kilometer absolviert.
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Innen trägt unsere S-Klasse Walnuss-Wurzelholz! Das Cockpit hat die letzten neun Jahre gut überstanden. Viel Lust scheinen Käufer darauf nicht zu haben. Die Nachfrage schwächelt. Einen gepflegten S 320 CDI gibt es zwar selten, doch es sind genügend Benziner im Angebot.
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Alles, was das Herz begehrt: viele Tasten, viel Luxus. Aber: Besonders bei Modellen vor dem Facelift (2001) gibt es mit Details immer wieder Ärger. Elektronik-Defekte traten auf. Am Comand-System verzweifeln Kunden wie Techniker. Solide dagegen die Mechanik.
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Preise & Kosten: Ohne Sammlerstatus sinken die Preise noch. Begehrt sind allenfalls Diesel-Modelle und Fahrzeuge aus erster Hand mit Laufleistungen unter 100.000 Kilometer. Mit etwas Geduld lassen sich solche Stücke finden.
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Fazit: Die S-Klasse versteckt ihre großen Reisequalitäten hinter einer unscheinbaren Fassade. Auf Langstrecken lässt sich der Fünfliter-V8 sogar relativ sparsam bewegen. Und viel an Wert verlieren wird er nicht mehr. Kosten pro km: 49 Cent.
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2. Platz Luxusklasse: Lexus LS 430 (gebraucht): herausragende Zuverlässigkeit, hoher Komfort, sehr standfeste Technik, nahezu perfekte Verarbeitung. Preise & Kosten: relativ günstiges Preisniveau, beträchtliche Ersatzteilkosten. Kosten pro km: 47 Cent.
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3. Platz Luxusklasse: VW Phaeton 3.2 V6 (gebraucht): sehr gute Verarbeitung, toller Komfort, fürstliche Platzverhältnisse; ab und an Elektronikprobleme, häufig erhöhter Verschleiß an Achsen und Lenkung. Preise & Kosten: hohe Unterhaltskosten, Kosten pro km: 45 Cent.
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Vorsicht beim Kauf eines Luxusautos! Gerade in der Luxusklasse verführen der hohe Wertverlust und die in der Regel überdurchschnittlichen Laufleistungen zu Tacho-Manipulationen. Das ist zwar strafbar, hält aber die schwarzen Schafe nicht davon ab, auf diese Weise ...
Bild: AUTO BILD / Tony Bader
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... den Preis zu frisieren. Secondhandkäufer sollten daher nur dann kaufen, wenn die Laufleistung durch eine nachvollziehbare Historie belegt ist. Außerdem: Eine Chef-Limousine sollte nur kaufen, wer eine nicht zu knappe Geldreserve für Reparaturen einkalkulieren kann.
Bild: AUTO BILD / Uli Sonntag
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1. Platz Vans: Renault Kangoo 1.5 DCI (Neuwagen). Eigentlich sollte er mal so etwas wie der Nachfolger des Renault 4 sein. Doch der neue Kangoo wirkt so groß, dass er dem legendären R 4 fast als Garage dienen könnte. Er ist ein echtes Raumwunder. Vor allem die große Höhe ...
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... macht ihn zu einem idealen Partner für Familien, Bauherren, Jugendgruppenleiter und allen, die viel zu transportieren haben. Für den Kurzstreckeneinsatz sind die beiden 75- und 106-PS-Benziner-Modelle die richtige Wahl.
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Stärken & Schwächen: Der riesige Innenraum, hohe Variabilität, viele praktische Ablagen und gute Übersicht lernt der Kangoo-Fahrer schnell schätzen. Den eher laut laufenden Diesel weniger. Auch die gefühllose Lenkung und das lieblose Kunststoff-Interieur ...
Bild: Christian Bittmann
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... können nicht überzeugen. Immerhin lässt sich das Hartplastik gut reinigen, was bei einem harten Einsatz als Kindergartenzubringer durchaus Vorteile hat. Preise & Kosten: Der neue Kangoo 1.5 dCi kostet als Authentique 15.150 Euro. Klingt günstig, hat aber leider mehrere ...
Bild: Christian Bittmann
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... Schönheitsfehler: Das dringend zu empfehlende ESP ist nur ab Ausstattung Expression (17.000 Euro) lieferbar und kostet 300 Euro Aufpreis. Auch der Rußpartikelfilter ist nicht serienmäßig, sondern nur für den 103-PS-Diesel lieferbar – und das für stolze 18.200 Euro.
Bild: Christian Bittmann
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Fazit: Noch größer, noch funktionaler – der Kangoo punktet als cleveres Allzweckauto mit praktischen Schiebetüren. Bereits das schwächere Modell bietet gute Fahrleistungen bei lobenswerten Verbrauchswerten. Kosten pro km: 51 Cent.
Bild: Christian Bittmann
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2. Platz Vans: Skoda Roomster 1.2 (Neuwagen): interessantes Design, großer und variabler Innenraum, 70-PS-Motor etwas schwach. Preise & Kosten: Der Werksverbrauch für den Dreizylinder liegt im Mix bei 6,7 Liter pro 100 Kilometer. Kosten pro km: 46 Cent.
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3. Platz Vans: Opel Zafira 1.8 (gebraucht). Stärken & Schwächen: flexibles Raumkonzept, gutes Fahrwerk, sparsame Motoren, solide Verarbeitung; zweite Sitzreihe nicht herausnehmbar. Preise & Kosten: günstige Jahreswagen, relativ niedrige Unterhaltskosten. Kosten pro km: 33 Cent.
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Auf den können wir verzichten: Chrysler Voyager – das bedeutet viel Raum für vergleichsweise wenig Geld. Aber auch oft viel Ärger. Denn der Ami-Van bietet eine weit gespreizte Mängel-Palette. Und fällt beim TÜV überdurchschnittlich oft durch.
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1. Platz 4x4: Mercedes ML 430 (gebraucht). SUV sind heute so häufig wie Sand in der Wüste. Da wirkt der bereits vor elf Jahren vorgestellte ML schon wie ein Urahn der Szene. Unser ML 430 stammt aus dem Jahr 1999 und schimmert in exotischem Periklasgrün.
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Sein üppiger V8 geht souverän mit dem über zwei Tonnen schweren US-Deutschen um. Erst 92.300 Kilometer zeigt der Tacho – da dürfte noch viel Weg vor ihm liegen. Das Cockpit: Holz und Leder, Top-Pflegezustand.
Aber Premium-Verarbeitung war anders.
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Nicht alle ML der frühen Baujahre besitzen ESP – serienmäßig kam es erst im September 1998. Keine gute Wahl dagegen bleibt der ML 230 mit seinem überforderten Vierzylinder. Deutlich überzeugender ...
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... agiert der V6-Antrieb des ML 320 – oder man greift mutig zum V8 im ML 430, der sich bestens als Zugwagen eignet. Stärken & Schwächen:
Der ML enttäuschte zu Beginn seiner Karriere mit luschiger Verarbeitung – aber die Technik ist haltbar. Ausnahmen: Teure ...
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... Ölverluste gehörten zur Liste typischer Mängel, ebenso die Elektronik. Preise & Kosten: Zählt der Verbrauch, kann ein V8-Benziner keine Alternative sein: 18,9 Liter zeigte der Bordcomputer unseres ML an. Da ist es nur ein schwacher Trost, dass es auf Langstrecken weniger sind.
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Fazit: Frühe ML-Modelle bieten nicht immer die Qualität, die man von Mercedes erwartet. Doch im Kern sind sie durchaus robust. Wenigfahrer sind mit einem V8 nicht schlecht bedient. Kosten pro km: 50 Cent.
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2. Platz 4x4: Fiat Panda 4x4 MJT Climbing (Neuwagen): effektiver 4x4-Antrieb, kann bei Bergabfahrt auf Schnee tückisch reagieren. Preise & Kosten: günstiger ist kein Allradmodell: ab 12.370 Euro, das Modell Climbing gibt es für 14.970 Euro. Kosten pro km: 46 Cent.
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3. Platz 4x4: Audi A4 3.0 V6 quattro. Stärken & Schwächen: tolle Traktion, prima Verarbeitung; anfällige Zahnriemen, defekte Kombiinstrumente. Preise & Kosten: moderate Preise bei Limousinen, Unterhalt bei V6 recht teuer. Kosten pro km: 46 Cent.
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Auf den können wir verzichten: Land Rover Defender. Ein Urgestein der Offroad-Szene muss nicht unbedingt ein Paradebeispiel für Zuverlässigkeit und gute Verarbeitung sein. Das beweist der Land Rover Defender öfter, als den gebeutelten Besitzern lieb ist.
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1. Platz Sportwagen/Cabrios: Mazda MX-5 1.9 (gebraucht). Das hat es früher nicht gegeben: Einen Roadster, den wir jedem empfehlen können. Weil er so zuverlässig ist. Und ehrlich dazu: Denn Heckantrieb, zackiges Handling und kurze Schaltwege garantieren reichlich Fahrspaß.
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Unser MX-5 1.9 Impulse überzeugt außerdem, weil er mit seinen 21.000 Kilometern wie ein Jahreswagen dasteht. Selbst der empfindliche schwarze Lack sieht noch wie neu aus. Ebenfalls frisch aufbereitet: Die Reifen glänzen klebrig.
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Zwei Ledersitze füllen den knapp geschnittenen Innenraum. Ein Windschott gibt's ab Werk. Die zweite Serie folgte 1998 ohne die typischen, aber anfälligen Klappscheinwerfer. Was blieb, ist die unkomplizierte Technik.
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Stärken & Schwächen: Selbst wer lange sucht, findet keine typischen Schwächen. Der MX-5 ist äußerst stabil und langlebig. Seine Karosserie ist solide, wenn auch nicht besonders aufwendig verarbeitet. Das gilt auch für manches Detail beim Interieur.
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Preise & Kosten: Der Verkäufer ist sich sicher: Unser Mazda MX-5 wird bei ihm keine Woche stehen. Die Nachfrage ist jetzt im Frühjahr besonders hoch. Wer sucht, sollte sich also schnell entscheiden. Zudem ist in dieser Preisklasse eine Händlergarantie stets dabei.
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Fazit: Unter den unvernünftigen Autos ist der Mazda MX-5 mit dem schnell zu öffnenden Verdeck der Vernünftigste. Er ist clever gemacht, simpel und zuverlässig. Und garantiert Fahrspaß ohne Ende. Außerdem besitzt er eine gute Wertstabilität. Kosten pro km: 36 Cent.
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2. Platz Sportwagen/Cabrios: BMW Z3 Coupé 2.8 (gebraucht): sportliches Fahrverhalten, gute Rostvorsorge; Verarbeitung nicht immer auf BMW-Niveau, defekte Fensterheber. Preise: oft unrealistische Preisforderungen für mittelmäßige Exemplare, Kosten pro km: 36 Cent.
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3. Platz Sportwagen/Cabrios: Smart fortwo cabrio (Neuwagen): kurze Bauform, ideales Stadtgefährt, überraschend großes Platzangebot für die Insassen. Preise & Kosten: Das günstigste Smart Cabrio kostet 13.090 Euro, Kosten pro km: 41 Cent.
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Auf die können wir verzichten: Ferrari-Replikas. Es kann nur einen Hersteller geben, der das springende Pferd auf feuerrote Spielmobile kleben darf – und der sitzt nun mal in Maranello. Ferrari als Replikat? Das geht überhaupt nicht!
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1. Platz Youngtimer: Mercedes SL. In der Sportwagen-Oberklasse gibt es viele Versuchungen – aber nur zwei Autos, die dem Alltag ohne Probleme gewachsen sind: Porsche 911 und Mercedes SL. In die 15.000-Euro-Klasse ist allerdings nur der SL abgestiegen.
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Der erste Besitzer buchte alles. Sogar eine Standheizung hat Mercedes für ihn eingebaut. Der SL stammt aus Familienbesitz, ist 149.000 Kilometer gelaufen und hervorragend ausgestattet.
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Natürlich machen sich auch die ersten Altersspuren bemerkbar. Stärken & Schwächen: Unter dem konservativen SL-Blech steckt eine Menge Technik aus den Jahren der langlebigen Konstruktionen. Abzuraten ist allein vom unausgewogenen 300 SL-24.
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Preise & Kosten: Nie waren SL-Modelle günstiger als heute, und viel billiger dürften sie kaum werden. Fazit: Noch ist diese SL-Baureihe kein kultiger Oldtimer. Doch die Nachfrage wird steigen. Also jetzt ein gepflegtes Exemplar kaufen! Kosten pro km: 41 Cent.
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2. Platz Youngtimer: BMW 840 Ci: souveräne Fahreigenschaften; Achsenverschleiß, Elektronikstörungen, Ölverlust an Motor und Getriebe. Preise & Kosten: Derzeit noch moderates Preisniveau, relativ hohe Unterhaltskosten. Kosten pro km: 42 Cent.
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3. Platz Youngtimer: VW Käfer 1303 Cabriolet: Alltagstauglichkeit, hoher Sympathiefaktor, gute Ersatzteilversorgung; Rost, Ölverlust, schwache Bremsen. Preise & Kosten: große Preisdifferenzen, praktisch kein Wertverlust mehr, Unterhalt günstig. Kosten pro km: 24 Cent.