Acht Regenjacken im Test

Regenjacken für Fahrrad-Fahrer: Test

Klatschnass war gestern

Moderne Materialien für Regenjacken garantieren auch im Starkregen Spaß beim Fahrradfahren. Sind die Jacken zudem mit Reflektoren bestückt, kommen Sie sicher durch jedes Schmuddelwetter. BIKE BILD hat acht Regenjacken im Test!
Es ist eines der häufigsten Argumente ge­gen das Fahrradfahren: Heute könnte es noch regnen. Klar, wenn es schüttet, möchte man nicht ungeschützt draußen sein. Gute Regenbekleidung ist die Lösung. Sie muss einiges leisten. Aber sie eröffnet eben auch die Möglichkeit, bei jedem Wetter die Vorzüge des Radfahrens zu genießen. Es könnte regnen. Na und? Hier kommt der Regenjacken-Test von BIKE BILD.

Regenjacken müssen wasserdicht und atmungsaktiv sein

Die Kopfbedeckung ist eine Herausforderung für die Entwickler: Sie muss unter den Helm passen und sich beim Schulterblick im Straßenverkehr mitdrehen.

©Torben Conrad

Eins ist klar: Regenbekleidung muss wasserdicht sein, das heißt, dass über die Oberfläche und an den Öffnungen kein Wasser eindringen darf. Eine wasserdichte Konstruktion an sich ist einfach, das beweisen die sogenannten Notfallponchos für Rad­fahrer, die im Prinzip nur Plastiksäcke mit Ärmeln sind. Wer schon einmal einen solchen Poncho an­hatte, weiß, was passiert, wenn man länger als ein paar Minuten damit fährt: man schwitzt. Eine gute Regenjacke muss also atmungsaktiv sein. Atmungsaktivität und Wasserdichtigkeit, eigent­lich ein Widerspruch – das Wasser von draußen darf nicht eindringen, und die Feuchtigkeit von drinnen muss abtransportiert werden, damit sie sich nicht am Körper staut. Gute Regenjacken können das. Und zwar mittels einer speziellen Membran, welche sich zunutze macht, dass die Moleküle von Wasserdampf, also Schweiß, viel kleiner sind als Wassermoleküle. Die Öffnungen dieser Membran sind so groß, dass Wasserdampfmoleküle hindurchkönnen, flüssiges Regenwasser jedoch draußen bleibt. Am bekanntesten ist das Material von Gore-Tex, das in vielen Mo­dellen verbaut ist, es gibt jedoch auch Alternativen von anderen Marken. Die Membran ist bei Regenjacken in der Regel unsichtbar zwischen dem Obermaterial und dem Material an der Innenseite eingeschlossen. Bei einigen Jacken lässt sich die Atmungsaktivität über Reißverschlüsse unter den Achseln regulieren.
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Auch die Sichtbarkeit der Regenbekleidung ist entscheidend

Wasserdichtes Material nützt indes wenig, wenn Regen am Hals und an den Ärmeln eindringt. Darum sollte die Jacke an diesen Stellen gut abschließen. Die Nähte, der Bereich um die Taschen und die Reißverschlüsse, müssen ebenfalls wasserundurchlässig sein. Thema Kapuzen. Die Entwickler stehen bei den Kopfbedeckungen vor der Herausforderung, dass diese unter den Helm passen und sich beim Schulterblick im Straßenverkehr mitdrehen müssen. Grundsätzlich: Entscheidend ist nicht nur das Funktionsmaterial einer Regenjacke, sondern auch die Sichtbarkeit. Damit eine Regenjacke in der dunklen Jahreszeit für Radfahrer funktioniert, sollte sie auffällig aussehen und über reflektierende Elemen­te verfügen.
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Und so haben wir getestet

Test- und Preis-Leistungssieger ist die Regenjacke Endura Urban Luminite für 129,99 Euro.

©Torben Conrad

Für unseren Praxistest kam uns das Hamburger Wetter mit allerbesten Regentagen entgegen. Um herauszufinden, wie wasserdicht die Jacken wirklich sind, haben wir sie anschließend unter der Dusche getragen und geprüft. In den Wertungspunkt Komfort fließen das allgemeine Tragegefühl und die Belüftung ein. Passform be­urteilt neben dem Schnitt auch die Einstellmöglichkeiten, damit die Jacke optimal sitzt. Die Anzahl der Taschen, das Vorhandensein einer Kapuze sowie Ventilationsöff­nungen brachten den Jacken Ausstattungspunkte. Je besser die Jacke beim Anstrahlen im Dunkeln reflektierte, desto mehr Punkte gab es für die Sichtbarkeit. Weil eine Regenjacke bei wechselhaftem Wetter auch mal in der Gepäcktasche ver­staut werden muss, haben wir das Gewicht ebenfalls in die Wertung aufgenommen. Die genauen Test-Ergebnisse finden Sie unten in den Tabellen. Weitere Infos zu Stärken und Schwächen gibt es in der Bildergalerie.

Testergebnisse: Regenjacken für Radfahrer
Endura Urban Luminite Jacket Vaude Yaras II Jacket Gonso Save Gore C5 Gore-Tex Active BBB Delta- shield Skinfit Scudo Vermunt Eddie Bauer BC Dura- weave Alpine Löffler Bike Jacke Premium
Preis (Euro) 129,99 160 129,95 249,95 149,95 339 649,90 199,99
Gewicht 4,5/5 Punkte 3/5 Punkte 2/5 Punkte 5/5 Punkte 2/5 Punkte 3,5/5 Punkte 1/5 Punkte 4/5 Punkte
Wasser- dichtigkeit 5/5 Punkte 5/5 Punkte 5/5 Punkte 4/5 Punkte 5/5 Punkte 5/5 Punkte 5/5 Punkte 3,5/5 Punkte
Komfort 4/5 Punkte 4,5/5 Punkte 5/5 Punkte 4/5 Punkte 4,5/5 Punkte 4/5 Punkte 5/5 Punkte 4/5 Punkte
Passform 4/5 Punkte 5/5 Punkte 4,5/5 Punkte 5/5 Punkte 5/5 Punkte 5/5 Punkte 4/5 Punkte 4,5/5 Punkte
Ausstattung 4/5 Punkte 5/5 Punkte 5/5 Punkte 2/5 Punkte 4/4 Punkte 2/5 Punkte 4,5/5 Punkte 2/5 Punkte
Optik 2,5/5 Punkte 3,5/5 Punkte 3,5/5 Punkte 3/5 Punkte 3,5/5 Punkte 3,5/5 Punkte 3/5 Punkte 2/5 Punkte
Sichtbarkeit 4/5 Punkte 1/5 Punkte 1,5/5 Punkte 2/5 Punkte 1/5 Punkte 1/5 Punkte 1/5 Punkte 2/5 Punkte
Gesamtpunkte 28 Punkte 27 Punkte 26,5 Punkte 25 Punkte 25 Punkte 24 Punkte 23,5 Punkte 22 Punkte
Note Gut Gut Gut Gut Gut Befriedi- gend Befriedi- gend Befriedi- gend
35-30= sehr gut, 29,9-25= gut, 24,5-20= befriedigend, 19,5-15= ausreichend, 14,5-5= mangelhaft

Acht Regenjacken im Test

Autor: Lennart Klocke

Fotos: Torben Conrad

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