Renault H1st Vision auf dem MWC gezeigt
H1st Vision: Das kann Renaults innovative Zukunftsstudie
Renault zeigt auf dem MWC in Barcelona seine futuristische Studie H1st Vision. Diese Innovationen bringt das Zukunftsauto – alle Infos!
Bild: AUTO BILD
Mit dem innovativen H1st Vision wagt Renault einen mutigen Blick in Zukunft: Auf dem Mobile World Congress in Barcelona wurde das spektakuläre Konzeptfahrzeug nun auch in der Realität dem öffentlichen Publikum vorgestellt. Dabei steht der Name für "Human First Vision", da der Mensch im Fokus stehen soll. Entwickelt hat Renault die Studie in Zusammenarbeit mit einem Unternehmenskonglomerat mit der überbegrifflichen Bezeichnung "Software République".
Das Ergebnis: ein Fahrzeug, das laut Renault 20 Innovationen erfahrbar machen soll – als "vernetztes, physisches und virtuelles Objekt", wie es Eric Feunteun, Chief Operating Officer von Software République, beschreibt. Konkret heißt das: Schon der Zugang zu Renaults Technologie-Demonstrator verläuft äußerst ungewöhnlich, denn die Zugangskontrolle ist biometrisch. Gesicht, Körper und sogar Haltung werden von Kameras in den Außenspiegeln und der B-Säule erkannt.
Intuitives Warnsystem für Gefahrensituationen
Nutzer müssen dafür nötige Daten wie Name, Körpergröße sowie ein Foto und ein Video hinterlegen: Ein Authentifizierungssystem, dass den Einsatz von Fahrzeugen als Mietwagen oder Carsharing-Auto sowie eine Führerscheinkontrolle erleichtern soll. Gewährt das Fahrzeug den Zutritt, folgt eine personalisierte Begrüßung. Während der H1st Vision mit der Stimme gestartet wird, erleichtert er den Einstieg, indem sich die Türen elektrisch öffnen und sich das Lenkrad kurzzeitig vom Fahrer wegbewegt.

Mit dem H1st Vision setzt Renault ganz neue Maßstäbe.
Bild: Renault
Zu den weiteren Innovationen zählt ein ein Fahrer- und Fahrzeuggesundheitsmonitor mit entsprechenden Assistenten sowie vorausschauende Warnungen zum Schutz von Insassen und anderen Verkehrsteilnehmern. Spannend: Hier werden nicht nur die öffentlich zugänglichen Daten zur Verkehrslage berücksichtigt, Sensoren sollen auch vor Hindernissen waren, die den Weg kreuzen, wie etwa Einsatzfahrzeuge. Die entsprechende Warnung kommt akustisch und kann aus der Richtung des Hindernisses erfolgen, um die Aufmerksamkeit des Fahrers intuitiv in die richtige Richtung zu lenken.
Auf technischer Seite optimiert der H1st Vision, der zusätzlich zum physischen Fahrzeug auch über einen virtuellen Zwilling im digitalen Raum verfügt, unter anderem die Fahrzeugreichweite und die Aufladung des Akkus – denn es handelt sich bei Renaults Versprechen an die Zukunft natürlich um ein E-Auto.
Die Ladetechnik soll vor allem durch neue Bauteile wie einen Wechselrichter, Ladegerät und einen Gleichspannungswandler mit Siliziumkarbid anstelle von Silizium umgesetzt werden. Die Akkus können etwas kleiner ausgelegt werden, was dem Gewicht und der Energieeffizienz zugutekommen soll. Möchte man den Strom vom Auto zurück ins Netz speisen, so regelt das ein intelligentes Energiemanagementsystem.
Auto überwacht Gesundheit und zahlt Parkgebühr
Da am Ende aber gemäß des Autonamens der Mensch im Mittelpunkt stehen soll, haben die Franzosen den Hauptfokus des Fahrzeugs natürlich auf die Insassen gelegt: So wacht die Studie beispielsweise über die Gesundheit des Fahrers, die anhand von Sensoren im Lenkrad, im Sicherheitsgurt und über Kameras kontrolliert wird und erfasst Puls, Atemfrequenz und Stimmung über Stimme und Mimik.

Das Fahrzeug kann den Fahrer anhand von Sensoren im Lenkrad, im Sicherheitsgurt und über Kameras gesundheitlich überwachen.
Bild: Renault
Sollte der H1st ein erhöhtes Stresslevel feststellen, schlägt ein virtueller Avatar beispielsweise eine Atemübung oder eine Fahrpause vor. Während der Pause können Gesundheitsdaten per Einwilligung an einen medizinischen Hilfsdienst gesendet oder ein Arzt kontaktiert werden. Bei einem Notfall wird automatisch der Rettungsdienst verständigt.
Und selbst das Parken soll mit dem visionären Renault in Zukunft mehr Freude bereiten – da das Fahrzeug den Vorgang selbstständig übernimmt, sich gleich um die elektronische Bezahlung der Parkgebühren kümmert und sogar weitere Anschlussmöglichkeiten, wie etwa den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel, in seine Parkplatzauswahl mit einbezieht.
Wer nicht auf den MWC nach Barcelona fahren kann, um sich selbst einen Überblick über Renaults spektakuläre Zukunftsvision zu verschaffen, dem sei bereits jetzt eine kostenlose AR-App für iOS von Software République ans Herz gelegt, die den H1st Vision auch virtuell erlebbar macht.
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