Renault Kadjar: Gebraucht kaufen

Renault Kadjar: gebraucht kaufen

Gute Alternative zum VW Tiguan

Renault schickte mit dem Kadjar erst 2015 ein kompaktes SUV in das hart umkämpfte und beliebte Segment. Lohnt sich der Spätzünder als Gebrauchter?
Erst 2015 ging Renault mit dem Kadjar auf dem Kompakt-SUV-Markt an den Start. Unter dem Blech des 4,49 Metern langen und 1,83 Meter breiten Franzosen steckt bewährte Technik des japanischen Bestsellers Nissan Qashqai. Macht das den Kadjar automatisch zu einem empfehlenswerten Gebrauchtwagen?
Der Kadjar ist optisch unauffällig, durch die typische bullige Markenfront mit der integrierten Raute jedoch schnell als Renault erkennbar. Mit der modischen Karosserie, der citytauglichen Handlichkeit und Pkw-artigen Preisen soll der Kadjar der Kundschaft gefallen, denen der Renault Captur zu klein ist.

Material und Verarbeitung des Kadjar sind Mittelmaß

Der Kadjar zeigt sich innen aufgeräumt. Beim Facelift 2018 wichen dennoch einige Knöpfe.

Funktional und ohne jeglichen Schnörkel ist der Innenraum. Die Bedienung im Cockpit ist simpel, alles ist durchdacht angeordnet. Die Verarbeitung ist zwar sorgfältig, wirkt jedoch mitunter etwas bieder. Die Sitze sind vernünftig, jedoch nicht zwingend auf Langstreckenkomfort ausgerichtet. Mit dem Facelift 2018 wurde das Blechkleid und das Interieur sanft optimiert. Punkten kann der Kadjar beim Thema Sicherheit: Im Euro NCAP-Crashtest erhielt der kompakte Franzose 2015 sowie 2016 die Höchstpunktzahl von fünf Sternen.

Übersichtliche Auswahl an Motoren

Antriebstechnisch bietet Renault für den Kadjar Benziner und Diesel mit einem Leistungsband von 110 bis 163 PS an. Die Ottomotoren sind mit Vorderradantrieb erhältlich, ebenso wie die Selbstzünder, bei denen die stärksten Derivate (130 PS/149 PS) auch mit Allrad verfügbar sind. Empfehlenswert ist der 140 PS starke 1,3-Liter-Vierzylinder-Benziner, der ansprechenden Durchzug mit mäßigem Verbrauch verbindet. Dieser wird seit August 2018 mit Sechsgang- oder Siebengangautomatik (ab November 2018) ausgeliefert. Häufig auf dem Gebrauchtwagenmarkt zu finden ist auch der schwächere Benziner mit 131 PS. Der Verbrauch ist bei beiden nahezu identisch, die Höchstgeschwindigkeit bei der 140-PS-Version jedoch höher.
Alle Infos zum Renault Kadjar

Solide, aber kein Musterschüler

Der Kadjar kommt mit Vorderradantrieb. Allrad wird optional auch angeboten.

Technisch ist der Renault Kadjar solide. Leidet das Fahrwerk vieler SUVs oftmals unter dem Gewicht, gibt es beim kompakten Franzosen in diesem Bereich bislang keine Auffälligkeiten. Überdurchschnittlich viele Exemplare bestehen die erste HU ohne Mängel. Typische Schwachstelle bei Renault-Modellen sind jedoch die Bremsen. Beim Kadjar sammeln die Bremsscheiben zu viele Beanstandungen. Neben Verschleiß führen auch Rost und Riefen aufgrund fehlender Schutzbleche zu einem schlechten Tragbild. So schlecht wie das Resultat für die Bremsbaueile ist, so gut ist hingegen die Funktion der Bremse. Überzeugend schnitt der Kadjar dCi 130 4x4 beim 100.000-Kilometer-Dauertest von AUTO BILD ab. Bis auf das nervige Piepen der vielen Assistenzsysteme gab es nahezu nichts zu bemängeln. Für ein gut gepflegtes Exemplar sollten Interessenten mindestens 11.000 Euro einplanen. Für diese Summe könnte man auch einen VW Tiguan aus Vorbesitz kaufen. Das Angebot auf dem Gebrauchtwagenmarkt ist riesig. Doch beim Wolfsburger Bestseller ziehen sich überdurchschnittliche Mängel am Fahrwerk durch alle Altersklassen. Dies kann sich unter Umständen zu einem teuren Problem entwickeln.

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