Rimac Concept One (Genf 2016): Vorstellung

Rimac Concept One (Genf 2016): Vorstellung

├ľko-Monster mit 1088 PS

Ein Elektro-Auto mit 1088 PS? Der kroatische Konstrukteur Rimac zeigt, wie das gehen soll. Das Concept One steht auf dem Genfer Salon 2016.

Diffusor aus Carbon: Das Heck ist im Vergleich zur Studie leicht modifiziert.

Der kroatische Konstrukteur Mate Rimac hat mit dem Concept One ein Elektro-Auto entwickelt, das von einem anderen Stern zu sein scheint. Nachdem die Vorserie bereits 2011 auf der IAA stand, folgt jetzt das fertige Auto auf dem Autosalon Genf. Die Modifikationen bleiben ├╝bersichtlich: Der Grill wirkt schlanker, das Heck ziert ein Diffusor aus Carbon. Eine Heckscheibe gibt es nicht, der Fahrer soll den Blick wohl nur nach vorn richten. Die Eckdaten des ├ťberfliegers lassen die Ohren klingeln: 1088 PS, 1600 Newtonmeter Drehmoment, von 0 auf 100 km/h in 2,6 Sekunden. Auf Tempo 200 soll es in in 6,2 Sekunden gehen, nach 14,2 Sekunden f├Ąllt die 300-km/h-Grenze. Der Top-Speed wird laut Rimac bei 355 km/h elektronisch abgeregelt.

Autosalon Genf 2016: Highlights

Innen kombiniert Rimac Carbon mit Leder und Metall. Dazu: ein riesiges Display.

Den Kontakt zur Stra├če halten 20 Zoll gro├če Leichtmetallfelgen mit richtig fetten Pirelli P Zero-Reifen. Jedes der vier R├Ąder wird von einem eigenen, fl├╝ssig gek├╝hlten, bis 12.000 Touren drehenden E-Motor angetrieben und ein intelligenter Allradantrieb sorgt daf├╝r, dass die Kraft aus 8450 Batteriezellen nicht verpufft. Die Akkus leisten 82 kW/h, das ist mehr als ├╝ppig. F├╝r brachiale Verz├Âgerung sorgen Carbon-Bremsen, die das Concept One aus Tempo 100 nach 31,5 Metern stehen lassen. Doch das Rimac Concept One soll nicht nur gehen wie der Teufel, sondern mit aufgeladenen Akkus auch noch 600 Kilometer weit kommen. Klingt toll. Verpackt ist die Superstudie in ein typisches Sportlerkleid: Flache Linie (gerade mal 1,07 Meter hoch, 4,19 Meter lang, 1,84 Meter breit), lange Haube, breite Schlappen und reichlich Carbon als gewichtsoptimierende Dreingabe sollen die ungew├Âhnliche Potenz des kroatischen Stromers belegen. Doch trotz des gro├čz├╝gigen Einsatzes von Leichtbaukomponenten wiegt der Kroate immer noch 1850 Kilo.

Sitzprobe im Rimac Concept One

Schick geregelt: ├ťber Drehk├Âpfe lassen sich wichtige Funktionen steuern.

Innen dominiert edles Alcatara-Leder und Aluminium kombiniert mit reichlich Carbon. Laut Rimac ist nicht ein Teil des handgefertigten Cockpits aus schn├Âdem Plastik. Die Instrumente funktionieren wie ein Head-up-Display, die Daten werden hier von hinten auf Glasfl├Ąchen projiziert. Die Mittelkonsole ist ausladend und schn├╝rrt die Passagiere regelrecht ein. Ein gro├čer Touchscreen sorgt f├╝r alle wichtigen Infos, die Bedienung erfolgt zus├Ątzlich ├╝ber h├╝bsch gefr├Ąste Drehregler in der Mittelkonsole. Laut Rimac werden in Echtzeit Daten von ├╝ber 500 Sensoren graphisch variabel dargestellt. Dabei kann der Fahrer nicht nur Telemetrie-Daten auf der Rennstrecke abrufen, sondern ist auch voll vernetzt. Urspr├╝nglich sollte es 88 Exemlare geben, jetzt spricht die Edelschmiede nur noch von acht Autos. Noch 2016 will Rimac mit der Auslieferung beginnen. Preise nennt das Unternehmen nicht, aber die Millionen-Grenze d├╝rfte das Concept One ganz locker knacken.

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