Robeta Adonis: Dauertest-Report nach 7207 km
So schlägt sich der Camper-Van Robeta Adonis im Dauertest
– Heute Frankreich, morgen Dänemark: Der Robeta Adonis ist im Dauerstress, denn er ist ein sehr beliebter Reisegefährte für Roadtrips.
Bild: Lennon
Wenn es unter den Dauertestmobilen einen Coolness-Wettbewerb gäbe, der Robeta hätte klar die Nase vorn. Mit dem Mercedes Sprinter als Basis, der schwarzen Lackierung samt kupferfarbenen Highlights, dem Dachträger, den abgefahrenen Felgen, den Lightbars und Sandblechen macht der slowenische Van auf dem Campingplatz ordentlich Eindruck. Klar, dass er ein beliebtes Fotomotiv für Instagram-Posts und Ratgebergeschichten ist. Doch wie in zwischenmenschlichen Beziehungen ist Aussehen nun einmal nicht alles. Auch die inneren Werte zählen.
Und auch davon hat der Robeta eine Menge zu bieten. Die Bemerkungen im Test-Tagebuch lesen sich größtenteils positiv. Immer wieder loben unsere Testcamper das autarke Konzept des Adonis aus Solaranlage, Wechselrichter, großer Batterie und großem Schwarzwassertank. Unser Fotograf Sven Krieger und seine Frau Claudia freuten sich außerdem darüber, dass die Materialien des Innenausbaus so wunderbar pflegeleicht sind. "Der Hausputz ist schnell und einfach gemacht", kommentierten die beiden im Fahrtenbuch.

Nicht Frankreich, sondern Belgien: Der Robeta war mit Autor Bernhard Schmidt in Rochefort.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
Auch die ungewöhnliche Küche punktet bei fast jedem Camper, der mit dem Van unterwegs ist. Das Konzept aus Kühlschrank mit Doppelanschlag an der Einstiegsseite und der verschiebbaren Arbeitsplatte, unter der die Spüle zum Vorschein kommt, ist einfach genial. Zumindest im Campingmodus. Bei starken Bremsmanövern löst sich die Platte aufgrund eines fehlenden Teils in der Arretierung und schnellt nach vorn.
Fahrzeugdaten | Robeta Adonis |
|---|---|
Motorisierung | 319 CDI |
Leistung | 140 kW (190 PS) bei 3800/min |
Hubraum | 1950 ccm |
Drehmoment | 400 Nm bei 1700/min |
Getriebe/Antrieb | Neunstufenautomatik/ Hinterrad |
Tankinhalt/Kraftstoffsorte | 93 l Diesel + 22 l AdBlue |
Länge/Breite/Höhe | 5930/2040/2630 mm |
Masse fahrbereit/Zuladung ca. | 3285/215 kg |
Anhängelast (gebremst/ungebremst) | 2800/750 kg |
Grundpreis/Testwagenpreis | 137.990 Euro/143.779 Euro |
Das ist zwar nicht gefährlich, aber auch nicht unbedingt materialschonend für das Schienensystem, auf dem die schwere Platte läuft. Apropos schwer: Die zahlreichen Anbauten, die für den coolen, wenn auch etwas irreführenden Offroadlook unseres hinterradgetriebenen Adonis sorgen, machen sich auf der Waage bemerkbar. Über die schmalen 215 Kilo Zuladung ist keiner unserer Testcamper glücklich.
Starterbatterie des Robeta Adonis macht Probleme
Zumal die schicken, aber überflüssigen Lightbars vor der ersten Dachhaube ein ohrenbetäubendes und nerviges Pfeifen verursachen. "Mit Kissen in der Luke ist es besser", schreibt Kollege Dennis Voth nach einem Kurztrip.

Tisch, Stühle, Grill: In den Heckstauraum passt einiges an Equipment.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
Zu schaffen macht uns nach wie vor die sich entladende Starterbatterie. Wir hatten zu Beginn die elektrische (und fürs Campen leider sehr unpraktische) Schiebetür in Verdacht. Die Tüftler aus Slowenien vermuten allerdings den fehlenden Ladebooster und schickten prompt ein Exemplar zur nächstgelegenen Robeta-Werkstatt in Schwerin. Demnächst steht also ein Schrauberbesuch für den Adonis an. In diesem Zuge sollen auch die Arretierung der hinteren Bank, die gebrochene Duschbrause sowie das unzuverlässig schließende Grauwassertankventil repariert werden.
Das ist dringend nötig, denn auf den Adonis warten noch so einige Abenteuer, während er bei uns ist. Zunächst soll es für eine Reisereportage nach Island gehen und gleich im Anschluss nach Südspanien und Marokko, um Fotos und Videos zu produzieren. So lässt es sich leben als Van-Model.
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