Rover 75: Gebrauchtwagen-Test
Warum ist der so billig?

Britisches Design, deutsche Zuverlässigkeit, Vollausstattung. Hier gibt es prallen Luxus fast geschenkt. Psst, der Rover 75 ist ein Geheimtipp!
- Stefan Diehl
Es war 1999, und es war Liebe auf den ersten Blick. Von der Seite wie eine Zigarre mit zwei Mundstücken geformt, dazwischen ein zarter Chromstreifen – Rover zelebrierte mit dem 75 die Rückkehr der Zierleiste. Dank der britischen Kollegen von AUTO EXPRESS war ich damals der erste deutsche Testfahrer, flog wegen des 75 extra auf die Insel. Die Jahre vergingen, die Liebe blieb. Jetzt steht sich so ein Briten-Beau beim Stuttgarter Händler BCG die Reifen platt. Metalliclack, Leder, V6. Und das alles für unglaubliche 1600 Euro. Warum so billig? Erst mal einsteigen. Im Innenraum erlitten die Designer damals elliptische Anfälle: Instrumente, Lüftungsdüsen, Griffe, Schalter, Hupenknöpfe, Spiegel – alles oval. Die Lederpolster in Creme, stilvoll abgesetzt mit dunklen Kedern, waren im Topmodell Celeste Serie. Vorn herrscht Clubatmosphäre. Nur im Fond zwickt es: zu eng für mich 1,88-Meter-Mann.
Der Rover bringt einiges an BMW-Technik mit

Schlangengrube: der quer eingebauter V6-Benziner. Dieser hat eine Autogas-Nachrüstung.
Bild: Bernd Hanselmann
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