(dpa/cj) Toyota investiert nach den Massenrückruf-Aktionen wegen klemmender Gaspedale und verrutschter Fußmatten mehr als eine Milliarde Dollar in seinen guten Ruf. US-Autobesitzer, die wegen der Probleme beim Verkauf ihrer Fahrzeuge Einbußen erlitten haben, sollen laut offizieller Mitteilung mit insgesamt 1,1 Milliarden Dollar (832 Millionen Euro) entschädigt werden. Außerdem will der japanische Weltmarktführer 3,2 Millionen Toyota- und Lexus-Modelle mit einem Sicherheitssystem nachrüsten, das ein Anhalten in Paniksituationen erleichtert, wie die Zeitung "USA Today" schrieb.
Rückrufaktion für Gaspedal bei Toyota
Probleme mit Fußmatten und Gaspedalen lösten 2009 und 2010 die Rückrufserie bei Toyota aus. Eine Regierungsstudie entlastete später den Autobauer.
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Die beispiellose Rückrufserie in den Jahren 2009 und 2010 hatte Toyota erhebliche finanzielle Schäden und einen enormen Imageverlust eingebracht. Mit der angekündigten Zahlung soll eine in Kalifornien anhängige Sammelklage beigelegt werden. Dem mit Vertretern der Kläger geschlossenen Vergleich muss noch ein Gericht zustimmen, wie Toyota Nordamerika am 26. Dezember 2012 mitteilte. Nach der schweren Krise steht der Autogigant inzwischen wieder besser da als je zuvor. US-Medien hoben hervor, dass der Vergleich kein Schuldbekenntnis Toyotas beinhalte. Mit dem Schritt bleibe dem Unternehmen aber ein möglicherweise langwieriger Prozess mit allen damit verbundenen Risiken erspart.
Eine Regierungsstudie hatte Toyota 2010 bescheinigt, dass der Hersteller an den meisten Unfällen keine Schuld trage. Toyota hatte wegen Problemen mit Fußmatten und klemmenden Gaspedalen 2009 und 2010 weltweit mehr als acht Millionen Fahrzeuge zurückgerufen, die meisten in den USA. In Deutschland waren es knapp 216.000 Autos, wie Toyota Anfang Februar 2010 in Köln mitgeteilt hatte. Der Marktanteil hierzulande schrumpfte in dem Jahr dramatisch auf 2,7 Prozent nach 3,6 Prozent 2009.