(dpa) Der insolvente schwedische Autobauer Saab geht an ein chinesisch-japanisches Konsortium. Das wurde am 13. Juni 2012 am Saab-Stammsitz in Trollhättan bekannt gegeben. Das Konsortium National Electric Vehicle Sweden (NEVS) will sich auf den Bau von Elektroautos konzentrieren. Die Gruppe vereine schwedische Ingenieurskunst, japanische innovative Technologien und einen Zugang zum chinesischen Markt, sagte Kai Johan Jiang, der Gründer des NEVS-Hauptaktionärs, der in Hongkong angesiedelten National Modern Energy Holdings. Elektroautos seien die Zukunft.
Saab wird Elektro-Marke
Wird so der neue Saab 9-3 aussehen? Diese Illustration stammt aus dem Jahr 2011 – da ging es steil bergab mit der Marke.
Nach Angaben des NEVS-Vorsitzenden Karl-Erling Trogen konzentriert sich die Gruppe auf reine Elektroautos. Das erste von dem Konsortium geplante Elektroauto soll auf dem Saab-Modell 9-3 basieren und voraussichtlich Ende 2013 oder 2014 präsentiert werden, sagte ein Sprecher des Konsortiums. Über den Preis, den das Konsortium für Saab bezahlt hatte, wurde nichts bekannt. Der Deal beinhaltet auch die Saab-Töchter Saab Automobile Powertrain und Saab Automobile Tools.Zuletzt war von ursprünglich 14 Interessenten neben NEVS nur noch der chinesische Autobauer Youngman aussichtsreich im Rennen. Saab hatte im Dezember 2011 nach mehreren Monaten ohne Produktion und Einnahmen Insolvenz beantragt. Als Grund hatte der niederländische Unternehmenschef und Mehrheitseigner Victor Muller den Rückzug von Youngman angegeben, der Saab zuvor Unterstützung signalisiert hatte. Vorausgegangen war die Verweigerung von Produktionslizenzen durch den früheren Saab-Eigner General Motors in den USA.