Sandsturm-Unfall auf der A19
War der Horror-Crash vermeidbar?

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Es waren apokalyptische Bilder: Acht Menschen starben beim Horrorunfall in einem Sandsturm auf der A19 bei Rostock. Nach NDR-Informationen hatten die Behörden die Gefahr auf den angrenzenden Feldern offenbar unterschätzt.
Der Sandsturm-Unfall am 8. April 2011 auf der Autobahn 19 bei Rostock hatte möglicherweise verhindert werden können. Nach Informationen des Norddeutschen Rundfunks (NDR) war das Feld neben der Fahrbahn im Erosionskataster des Landes nur in der zweitniedrigsten Gefahrenstufe eingetragen. Danach mussten keine Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Experten kritisierten diese Einstufung im NDR. Auf dem Feld habe es ein lockeres Gemisch aus mehreren Sandarten gegeben. Zudem sei die Fläche sehr groß und eben gewesen – also windanfallig. Fachleute regen nun eine Überprüfung der Erosionskataster an. Bei dem Unfall am 8. April waren acht Autoinsassen ums Leben gekommen und 131 verletzt worden. Mehrere Hundert Menschen kamen zum Trauergottesdienst nach Rostock. Auf der Strecke gilt jetzt ein Tempolimit von 100 km/h.
Kurzinterview mit Agrarexperte Mathias Grünwald

"Es liegt Einiges im Argen auf den Äckern", sagte Mathias Grünwald, Professor für Landwirtschaftsarchitektur, im Interview.
Mathias Grünwald ist Professor für Landschaftsarchitektur an der Hochschule Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern).
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