Rund 70 Jahre nach seinem Verschwinden ist Saoutchik zurück. Der Autobauer aus Frankreich, der besonders für seine extravaganten Autos der 1920er- und 1930er-Jahre bekannt ist und unter anderem mit prestigeträchtigen Marken wie Bugatti, Delahaye oder Hispano-Suiza zusammenarbeitete, startet jetzt sein Comeback mit dem Saoutchik 300 GTC.

Technische Basis dürfte der Mercedes-AMG GT C sein

Lange Zeit ist der Name Saoutchik in Vergessenheit geraten – bis die Namensrechte 2016 von einer Firma in den Niederlanden übernommen wurden. Mit dem 300 GTC feiert die Firma das Comeback der Marke mit einer Hommage an den Mercedes 300 SL, einem der ikonischten Straßenmodelle der jüngeren Geschichte des schwäbischen Herstellers.
Saoutchik 300 GTC
Rundes Design mit viel Chrom und 300-SL-Anleihen. Der Innenraum mit seiner breiten Mittelkonsole und dem aufgesetzten Display deutet auf den AMG GT C als Basis hin.
Bild: Saoutchik
Wie Saoutchik 2024 auf Instagram mitteilte, arbeite man für das Projekt mit dem Designstudio Ugur Sahin (nicht zu verwechseln mit dem BioNTech-Gründer) und der deutschen Tuningfirma Pogea Racing zusammen. Letztere ist verantwortlich für den Karosserieumbau der 300-SL-Hommage, die komplett aus Carbon bestehen soll.
Zur technischen Basis des offenen Sportlers wird im Netz viel spekuliert. Die Abgasanlage mit den eckigen Endrohren, kleine Details an der Frontschürze, die sehr weit nach hinten ragende Fahrgastzelle mit steil aufstehender A-Säule und das auf den Fotos erkennbare Interieur lassen darauf schließen, dass es sich um einen Mercedes-AMG GT C der Baureihe 190 (2014 bis 2021) handelt.
Saoutchik 300 GTC
Die Fahrgastzelle ist weit nach hinten gerückt, die Felgen stammen offenbar vom limitierten Maybach S 650 Cabriolet.
Bild: Saoutchik
Als Hommage an den Klassiker sind die Kotflügel stark ausgewölbt, die gesamte Karosserieform wurde sehr rund gehalten. Etwas gewöhnungsbedürftig dürfte die großzügige Verwendung von Chrom-Elementen sein – sei es am Grill, in den Scheinwerfern oder bei den berühmten Kiemen seitlich vor den Türen. Die Rückleuchten mit ihren LED-Streifen erinnern ein wenig an aktuelle Genesis-Modelle.

Nur 15 Saoutchik 300 GTC sollen gebaut werden

Saoutchik selbst verrät nicht, welchen Antrieb der 300 GTC hat. Aber wenn es sich unterm Blech tatsächlich um einen AMG GT C handelt, dann arbeitet vorne ein Vierliter-V8 mit einer Leistung von rund 585 PS. Den 300 GTC einmal auf der Straße zu sehen, dürfte aber sehr unwahrscheinlich werden – denn Saoutchik will nur 15 Exemplare dieser Hommage bauen.