Saturn in Detroit
Ohne Hybrid geht nichts

GM will seine Tochter Saturn scheinbar als Öko-Botschafterin positionieren. Alle drei in Detroit gezeigten Modelle setzen auf Sauberkeit dank Hybridantrieb. Hinter dem Flextreme verbirgt sich die bekannte Opel-Studie.
- Stephan Bähnisch
Dreimal Saturn, dreimal Hybrid. Die General Motors-Tochter dient dem (noch) weltgrößten Autobauer auf der NAIAS in Detroit als Aushängeschild in Sachen Umweltschutz. Nach der Limousine Aura Hybrid und dem bereits bekannten Vue Green Line mit Vierzylinder-Hybrid schieben die Amis jetzt ein Sechszylinder-SUV nach. Der Vue 2-Mode-Hybrid kombiniert einen V6-Direkteinspritzer mit zwei Elektromotoren, die eine Leistung von 75 PS aus einer 1,8 Kilowatt starken 300 Volt-Nickel-Batterie beziehen. Sie sitzt im Kofferraum. Das sorgt für sportliche Fahrleisungen: In knapp acht Sekunden erreicht der Vue Tempo 100, soll aber mit einer Start-Stop-Automatik, Bremsenergierückgewinnung und elektrischer Servolenkung im Stadtverkehr bis zu 50 Prozent Kraftstoff einsparen. Konkrete Verbrauchswerte nennt GM noch nicht. Dabei ist der 2-Mode-Hybrid aus dem Vue hier erstmals in einem Fronttriebler verbaut, bisher wurde das Sytem in Allradlern wie dem Chevy Tahoe oder dem GMC Yukon in Verbindung mit kräftigen V8-Motoren eingesetzt.

Bild: Werk
Der Saturn Flextreme ist ein Opel
Beim Saturn Flextreme handelt es sich um eine Mogelpackung: GM hat einfach die Opel-Studie von der IAA 2007 bemüht, die Markenlogos der Rüsselsheimer entfernt und durch Saturn-Insignien ersetzt. Die Studie wird befeuert von einem 1,3 Liter großen Turbodiesel und einem 175 PS starken Elektromotor, der mit voll aufgeladenem Lithium-Ionen-Akku eine Reichweite von bis zu 55 Kilometer vollkommen emissionsfrei ermöglichen soll. Bei leeren Batterien springt der Diesel an und lädt die Batterien auf – eine direkte Verbindung zum Antriebsstrang hat der Ölbrenner nicht. Angedockt an einen gewöhnlichen 220-Volt-Anschluss kann der Flextreme in etwa drei Stunden aufgeladen werden. Zusätzliche Mobilität gewährleisten zwei Segways, die sich platzsparend im Heck verstauen lassen.
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