Die LA Auto Show gewinnt immer mehr an Bedeutung, besonders für die Elektromobilität. Manche der ausgestellten Fahrzeuge sind aber mit Vorsicht zu genießen. Wie der Fiat 500e. Nein, nicht der des Hamburger E-Pioniers Sirri Karabag, sondern ein Werksmodell mit einer wohl überschaubaren Auflage und einem rein politischen Hintergrund: Chrysler/Fiat muss ein "Zero-Emission"-Fahrzeug in den Staaten im Programm haben, um dort überhaupt weiter Autos verkaufen zu dürfen.
Dass Fiat tatsächlich kaum 500e auf die Straße bringen wird, hat einen Grund: Laut Firmenchef Sergio Marchionne macht Fiat mit jedem Auto fast 8000 Euro Verlust. Ähnliches wäre beim Chevrolet Spark EV zu vermuten. Doch die Marke, die erfolgreich den Plug-in-Hybriden Volt auf den Markt gebracht hat, bestreitet rein politische Gründe für den E-Spark. Vielmehr wolle man den Elektro-Mini in ganz Amerika und Südkorea verkaufen.
BMW überrascht in LA: Obwohl die Modelle i3 und i8 noch lange nicht auf dem Markt sind, wird die i-Serie schon erweitert. In Los Angeles steht die Studie einer dreitürigen Variante des i3, etwas flacher und damit sportlicher. BMW selbst bezeichnet es als i3 Coupé. Versteckt wird in Kalifornien noch die i3-Version mit Reichweitenverlängerer. Sie soll von Beginn an mitverkauft werden und nach BMW-Einschätzung über 50 Prozent der i3-Verkäufe ausmachen.