Schriebers Stromkasten, Teil 169
80 Windräder für eine Million Elektroautos

Greencars brauchen für das Prädikat "Null Emission" Strom aus erneuerbaren Energien. Das Beispiel Smart ed zeigt, dass schon ein relativ kleiner Windpark für die Versorgung ausreichen würde.
Die Pressemitteilung klang zunächst wie eine dieser üblichen PR-Meldungen, die wir gern missachten: Die dritte Generation des Elektro-Smart, die in diesem Jahr auf den Markt kommt, sei, so Daimler, Deutschlands grünstes Auto. Begründung: Die Energie für die zunächst rund 2500 Smart ed liefere eine Windkraftanlage, die der Konzern übernommen habe. Das klingt zum einen so, als wolle sich Daimler durch das von der Windreich AG erworbene Windrad von der Diskussion um die CO2-Emissionen von E-Autos beim aktuellen Strommix freikaufen. Zum anderen ist klar, dass ein Windrad an der A 9 bei Hof nicht den Strom für einen E-Smart in Bremen grüner macht.

Der neue Smart ed mit seinen 17,6-kWh-Lithium-Ionen-Akkus soll bei optimalen Bedingungen mehr als 140 Kilometer weit fahren.
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Der neue Smart ed kommt in diesem Jahr mit weiterentwickelter Antriebstechnik auf den noch überschaubaren Markt: Die Reichweite der 17,6-kWh-Lithium-Ionen-Akkus soll unter optimalen Bedingungen mehr als 140 Kilometer betragen. Die Ladezeit an einer Haushaltssteckdose soll sieben Stunden nicht überschreiten. Der 55-kW-Elektromotor beschleunigt den Smart in fünf Sekunden auf Tempo 60. Zum Preis schweigt Smart noch. Er dürfte bei knapp über 20.000 Euro liegen.
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