"Wir sind der Hersteller des ersten deutschen E-Autos", sagte Jan Luis (36) – und lud mich zur Testfahrt nach Ahrensburg bei Hamburg ein. Der Unternehmer (Video-Rückfahrsysteme) hat seinen Luis free selbst gezeichnet und entwickelt. Gebaut wird er in China. Ergebnis: eine 3,40 Meter kurze Blechbüchse mit angestaubten Bleisäure-Akkus und einem 11,4 PS starken E-Motörchen . Reichweite angeblich bis zu 210 Kilometer ("geschwindigkeitsabhängig"), Jan Luis hält zur Schonung der Akkus 130 Kilometer für ratsam. Nach zwei Stunden an der normalen Haus-Steckdose sollen die Batterien zu 80 Prozent aufgeladen sein. Ich bin so frei und fahre mit der Elektro-Kiste eine kleine Runde. Mein Eindruck: Wer auf Komfort, Fahrspaß und Platz null Wert legt, sondern nur elektrisch fahren will, der kann sich ab 9. September 2009 einen Luis free unter www.luis.de bestellen.

Stromern ab 12.000 Euro

Die getestete "Comfort"-Version kostet 15.000 Euro, die Basis-Version mit 7,4 PS nur 12.000 Euro. Das Akku-Paket besteht jeweils aus Bleisäure-Batterien. Der Luis free Comfort kann auch mit leistungsstärkeren Energiespendern bestückt werden, dann wird er allerdings um einiges teurer: Blei-Gel-Akkus kosten 3990 Euro Aufpreis, für moderne Lithium-Technik werden sogar 11.900 Euro fällig. Aufpreis, wohlgemerkt. 10.000 Stück will Jan Luis im Jahr 2010 verkaufen. Viel Erfolg!

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