Schriebers Stromkasten, Teil 56
Massen von Ladesäulen

Deutschlands erste Messe für Elektromobilität ist Geschichte. Natürlich war AUTO BILD bei der eCarTec in München dabei. Neben einigen interessanten Neuerungen war dort vor allem eines zu sehen: Ladesäulen.
• Da sieht man den Wald ja vor lauter Säulen nicht – vor Ladesäulen! Auf der eCarTec in München, der Messe für Elektromobilität, ging es vor allem um die Lade-Infrastruktur. Auf gefühlt jedem zweiten Stand wurde eine dieser kleinen Stromtankstellen vorgestellt. Einsachtzig hoch, orangefarbenes Ladekabel an der Seite und bereit, sich neben jeden öffentlichen Parkplatz der Republik zu stellen, um dort auf die Millionen von E-Autos zu warten, die es erst in vielen, vielen Jahren geben wird. "Der Wettbewerb ist auch ohne die Autos jetzt schon riesig. Es geht darum, Bürgermeister und Stadtfürsten zu überzeugen, die eigenen Geräte zu installieren", sagte mir der Vertreter eines kleineren Herstellers. Es waren sogar Geräte dabei, in die man Münzen zum Stromtanken einwerfen sollte.
Viele ungelöste Probleme
• Abgesehen davon gibt es offene Fragen beim Tanken an öffentlichen Ladestationen: Was ist mit dem Vandalismus? Mit Feuchtigkeit, Schnee und Matsch? Mit Stolpergefahr? Kein Wunder, dass auf der eCarTec bereits Modelle für das kabellose Laden per Induktion gezeigt wurden. Das E-Auto parkt dabei auf einer Matte, in der Induktionsschleifen ein Magnetfeld erzeugen, das die Autos mit Energie versorgt. Problem: Die Autobauer müssten ihre derzeit entwickelten Zukunftsmodelle, die alle mit Buchsen für Ladekabel entwickelt wurden, umbauen.
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