Geht es nach dem Genfer Parlament, soll es in der Schweiz bald die ersten "Lärm-Blitzer" geben. Wie mehrere Medien berichten, hat das Parlament im Januar 2019 die Regierung des Kantons beauftragt, einen Apparat zu entwickeln, der die Lautstärke von Autos messen kann. Zu laute Fahrzeuge sollen so beim Vorbeifahren registriert und deren Fahrer anschließend zur Rechenschaft gezogen werden. Der Grenzwert für die Lautstärke müsse noch festgelegt werden, heißt es im Antrag des Parlaments. Die "Lärmliga Schweiz" fordert eine Grenze von 80 Dezibel für Autos und Motorräder. Die Stadt Genf habe noch sechs Monate Zeit, sich mit dem Vorschlag zu befassen, so ein Parlamentssprecher. In Genf sei Verkehrslärm die zweitstärkste Form der Umweltbelästigung nach der Luftverschmutzung. Die Einwohner hätten laut Verfassung des Kantons ein Anrecht auf eine gesunde Umwelt, begründete das Parlament den Antrag.

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Radar, Laser, Lichtschranke: So blitzt die Polizei
Laser und Lichtschranke: So blitzt die Polizei
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Laser und Lichtschranke: So blitzt die Polizei

"Lärm-Blitzer" wäre technisch umsetzbar

Wie die Grünen-Politikerin Delphine Klopfenstein Broggini gegenüber dem Nachrichtenportal "20min" sagte, sei die Herstellung eines Geräts zur Geräuschmessung "technisch machbar" und "grundsätzlich nicht teurer" als eine herkömmliche Radarfalle. Schwierigkeiten könnte allerdings die Fahrzeugerkennung machen, schließlich müsse der "Lärm-Blitzer" genau erkennen, von welchem Auto der Lärm ausgehe. Diese Kriterien machten die Entwicklung deutlich anspruchsvoller.
Auch in Deutschland sind lärmende Autoposer ein großes Thema, immer wieder gibt es Vorfälle von Ruhestörung und "Lärm-Posing" im Zusammenhang mit zu lauten Fahrzeugen. Eine Lösung wie in Genf könnte daher mittelfristig auch hierzulande ein Thema werden. Konkrete Pläne gibt es allerdings noch nicht.