(dpa/prf) Weil er mit 215 km/h über eine Schweizer Autobahn bretterte, ist ein Fahrer aus dem grenznahen Baden-Württemberg jetzt sein Auto los. "Das Fahrzeug wurde gemäß Schweizer Verkehrsgesetz eingezogen", sagte eine Sprecherin der Kantonspolizei Aargau am Sonntag (3. August 2014) der Nachrichtenagentur dpa. Zudem wurde der 59-Jährige festgenommen bis zur Vernehmung durch einen Staatsanwalt, die noch am selben Tag erfolgte. Nun droht dem Deutschen ein Gerichtsverfahren. Die Staatsanwaltschaft hat den Mercedes als "Tathilfsmittel" beschlagnahmt. "Was mit dem Auto geschieht, muss das Gericht entscheiden", so Roland Pfister, Sprecher der Kantonspolizei Aargau, gegenüber autobild.de.
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Erlaubt sind auf Schweizer Autobahnen maximal 120 km/h. Der Fahrer war mit seinem deutschem Luxusklasse-Wagen am frühen Sonntagmorgen auf der Autobahn A1 nahe der Ortschaft Spreitenbach (Kanton Aargau) gestoppt worden. Die Radarmessung zeigte laut Polizei, dass der Mann nach Abzug der Toleranzschwelle (7 km/h) 88 Stundenkilometer zu schnell fuhr. Wer auf Schweizer Autobahnen mehr als 80 Stundenkilometer über dem Limit unterwegs ist, wird amtlich als "Raser" eingestuft. Die Beschlagnahme des Fahrzeugs ist dann gesetzlich vorgeschrieben – neben hohen Geld- oder im Extremfall sogar Gefängnisstrafen.