Schwerer Zwischenfall bei Bauernprotesten
Demonstrant in Friesoythe von Auto erfasst

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Bei Bauernprotest in Niedersachsen wurde ein Demonstrant schwer verletzt. Der Fahrer floh, ist aber gefasst.
Bild: dpa
(dpa/AUTO BILD) Update: Bei einem Zusammenstoß im Rahmen der Bauernproteste in Niedersachsen ist ein 35-jähriger Demonstrant schwer verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich am Montagmorgen gegen 10:40 Uhr in Friesoythe, wie die Polizeidirektion Oldenburg auf der Plattform X, ehemals bekannt als Twitter, berichtete.
Nach Angaben der Polizei umfuhr ein 45-jähriger Autofahrer eine Blockade der Protestierenden und traf dabei den Mann, der sich auf dem Gehweg befand. Der Fahrer flüchtete anschließend von der Unfallstelle, konnte aber später vorläufig festgenommen werden.
Ein Sprecher der Polizei teilte mit, dass der Verletzte mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen wurde. Details zum Gesundheitszustand des Opfers wurden zunächst nicht veröffentlicht.
Die Polizei untersucht derzeit die Umstände des Vorfalls und prüft, ob eine Absicht des Autofahrers vorlag, den Demonstranten zu verletzen. Es wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts eingeleitet. Weitere Informationen zur Klärung des Sachverhalts stehen noch aus.
Bauernproteste blockieren Werkszugänge bei VW
Im Volkswagen-Werk in Emden ist am Montag die Produktion ins Stocken geraten. Grund hierfür waren Bauernproteste, die die Zufahrtswege zum Werk versperrten, wie eine Sprecherin von VW bestätigte. Die Blockaden verhinderten, dass die Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz erreichen konnten, was zu einem Stillstand der Produktion führte.
Von dem Ausfall waren speziell die Produktionslinien für Verbrennungsmotoren betroffen. Im Gegensatz dazu ist die Fertigung der Elektrofahrzeuge nicht beeinträchtigt, da diese laut Planung erst nach den Weihnachtsferien in der folgenden Woche wieder anlaufen soll.
Zum genauen Umfang der betroffenen Belegschaft lagen keine Informationen vor. Für Dienstag ist die Wiederaufnahme der Produktionstätigkeiten vorgesehen.
Geplante Aktionen
BRANDENBURG
Landwirte im Nordwesten Brandenburgs planen, mit Treckern Auffahrten zur Autobahn A24, welche Hamburg und Berlin verbindet, ab Montagmorgen zu blockieren. Der Landesbauernverband hat angekündigt, dass im Rahmen der Protestaktionen auch Blockaden an Supermärkten und Tankstellen stattfinden sollen.
Landwirte im Nordwesten Brandenburgs planen, mit Treckern Auffahrten zur Autobahn A24, welche Hamburg und Berlin verbindet, ab Montagmorgen zu blockieren. Der Landesbauernverband hat angekündigt, dass im Rahmen der Protestaktionen auch Blockaden an Supermärkten und Tankstellen stattfinden sollen.
Das Bildungsministerium Brandenburgs stellt sich darauf ein, dass aufgrund der angekündigten Straßenblockaden Schüler möglicherweise nicht pünktlich zum Unterricht erscheinen können. Es wurde empfohlen, dass Lehrkräfte Vorbereitungen für Distanzunterricht treffen, um auf eventuelle Ausfälle reagieren zu können.
SACHSEN
Der Landesbauernverband Sachsen kooperiert in der Aktionswoche mit der Vereinigung "Land schafft Verbindung" sowie mit den Familienbetrieben Land und Forst aus Sachsen und Thüringen. Für den Montag sind verschiedene Aktionen angekündigt, darunter Autokorsos, eine Demonstration an der Elbbrücke in Torgau sowie Proteste an verschiedenen Autobahnauffahrten. Weiterhin ist für Mittwoch eine große Kundgebung in Dresden geplant.
Der Landesbauernverband Sachsen kooperiert in der Aktionswoche mit der Vereinigung "Land schafft Verbindung" sowie mit den Familienbetrieben Land und Forst aus Sachsen und Thüringen. Für den Montag sind verschiedene Aktionen angekündigt, darunter Autokorsos, eine Demonstration an der Elbbrücke in Torgau sowie Proteste an verschiedenen Autobahnauffahrten. Weiterhin ist für Mittwoch eine große Kundgebung in Dresden geplant.
NIEDERSACHSEN
Die Landwirte aus Niedersachsen planen für Montag eine Sternfahrt nach Bremen. Es wird erwartet, dass sich rund 1000 Landwirte mit ihren Traktoren an dieser Aktion beteiligen.
Die Landwirte aus Niedersachsen planen für Montag eine Sternfahrt nach Bremen. Es wird erwartet, dass sich rund 1000 Landwirte mit ihren Traktoren an dieser Aktion beteiligen.
RHEINLAND-PFALZ
Der Bauern- und Winzerverband plant für Montag in allen 14 Kreisen von Rheinland-Pfalz Demonstrationen und Kundgebungen. Man geht von bis zu 5000 Teilnehmern aus. Für die Abschlussveranstaltung am Montagabend in Koblenz werden mindestens 1000 Landwirte mit ihren Traktoren erwartet.
Der Bauern- und Winzerverband plant für Montag in allen 14 Kreisen von Rheinland-Pfalz Demonstrationen und Kundgebungen. Man geht von bis zu 5000 Teilnehmern aus. Für die Abschlussveranstaltung am Montagabend in Koblenz werden mindestens 1000 Landwirte mit ihren Traktoren erwartet.
Der Verein "Landwirtschaft verbindet" (LSV) hat vor, in Kooperation mit Spediteuren, im Norden von Rheinland-Pfalz Autobahnauffahrten zu blockieren, gefolgt von einer Demonstrationsfahrt über mehrere Autobahnen. Hierbei rechnen die Organisatoren mit etwa 3000 Fahrzeugen. Die endgültige Genehmigung für diese Aktionen steht zum aktuellen Zeitpunkt noch aus.
Für Mittwoch ist eine zentrale Kundgebung in Mainz geplant, zu der Landwirte aus verschiedenen Teilen des Bundeslandes erwartet werden. Darüber hinaus sind für Samstagabend (13. Januar) im Norden von Rheinland-Pfalz über hundert Mahnfeuer angekündigt.
NORDRHEIN-WESTFALEN
In Nordrhein-Westfalen beabsichtigen Landwirte am Montag, an verschiedenen Kreuzungen und Autobahnauffahrten den Verkehr zu blockieren. Es sind größere Versammlungen in Städten wie Köln, Bonn, östlich von Dortmund und in Münster geplant, bei denen mit dem Einsatz von mehreren hundert Traktoren gerechnet wird. Die Polizeidienststellen des Bundeslandes haben aufgrund einer Vielzahl angemeldeter Traktorproteste eine Warnung vor landesweiten Verkehrsproblemen ausgegeben, die den gesamten Montag anhalten könnten und sowohl Pendler als auch den Schulweg von Schülerinnen und Schülern betreffen dürften.
In Nordrhein-Westfalen beabsichtigen Landwirte am Montag, an verschiedenen Kreuzungen und Autobahnauffahrten den Verkehr zu blockieren. Es sind größere Versammlungen in Städten wie Köln, Bonn, östlich von Dortmund und in Münster geplant, bei denen mit dem Einsatz von mehreren hundert Traktoren gerechnet wird. Die Polizeidienststellen des Bundeslandes haben aufgrund einer Vielzahl angemeldeter Traktorproteste eine Warnung vor landesweiten Verkehrsproblemen ausgegeben, die den gesamten Montag anhalten könnten und sowohl Pendler als auch den Schulweg von Schülerinnen und Schülern betreffen dürften.
MECKLENBURG-VORPOMMERN
Laut Informationen des Landesbauernverbands sind für den kommenden Montagmorgen Protestaktionen an mehr als 50 Autobahnzufahrten geplant. Dabei soll es zu einem Wechselmechanismus kommen, bei dem nur jede zweite Zufahrt für zwei Stunden blockiert wird, danach soll die Blockade zur nächsten Zufahrt wechseln. Dies soll sicherstellen, dass der Verkehr an den jeweils anderen, freien Anschlussstellen weiterhin fließen kann. Für diese Aktionen ist ein Zeitfenster von 7:00 bis 11:00 Uhr vorgesehen. Der Landesbauernverband befindet sich noch in der internen Abstimmung über die genauen Details der Durchführung.
Laut Informationen des Landesbauernverbands sind für den kommenden Montagmorgen Protestaktionen an mehr als 50 Autobahnzufahrten geplant. Dabei soll es zu einem Wechselmechanismus kommen, bei dem nur jede zweite Zufahrt für zwei Stunden blockiert wird, danach soll die Blockade zur nächsten Zufahrt wechseln. Dies soll sicherstellen, dass der Verkehr an den jeweils anderen, freien Anschlussstellen weiterhin fließen kann. Für diese Aktionen ist ein Zeitfenster von 7:00 bis 11:00 Uhr vorgesehen. Der Landesbauernverband befindet sich noch in der internen Abstimmung über die genauen Details der Durchführung.
Des Weiteren hat die Initiative „Unternehmeraufstand MV“ in mehreren Städten Mecklenburg-Vorpommerns Autokorsos angemeldet. Zu den Orten, an denen mit Aktionen zu rechnen ist, gehören unter anderem Neubrandenburg, Rostock, Güstrow, Wismar und Schwerin. Auch für Stralsund sind Proteste beim zuständigen Landkreis angemeldet.
SCHLESWIG-HOLSTEIN
Der Landesbauernverband hat angekündigt, dass im gesamten Bundesgebiet an drei unterschiedlichen Tagen Demonstrationen stattfinden werden. Diese werden voraussichtlich zu Verkehrsbehinderungen führen, da es durch langsamfahrende Traktorenkolonnen zu Einschränkungen im Verkehr kommen kann. Geplante Blockaden sind nach Angaben des Verbands nicht vorgesehen.
Der Landesbauernverband hat angekündigt, dass im gesamten Bundesgebiet an drei unterschiedlichen Tagen Demonstrationen stattfinden werden. Diese werden voraussichtlich zu Verkehrsbehinderungen führen, da es durch langsamfahrende Traktorenkolonnen zu Einschränkungen im Verkehr kommen kann. Geplante Blockaden sind nach Angaben des Verbands nicht vorgesehen.
Die Aktionen sollen am Montag im Süden Schleswig-Holsteins beginnen, wobei Kolonnenfahrten in den Kreisen Dithmarschen, Steinburg, Pinneberg, Segeberg, Stormarn und Herzogtum Lauenburg stattfinden sollen. Für den Mittwoch sind weitere Aktionen in den Regionen Flensburg, Ostholstein, Stormarn, Herzogtum Lauenburg und Lübeck geplant. Die Abschlussveranstaltung ist für Freitag vorgesehen, bei der Landwirte aus den Kreisen Plön und Rendsburg-Eckernförde nach Kiel zu einer Kundgebung fahren wollen.
HAMBURG
Die Hamburger Polizei stellt sich aufgrund von Traktordemonstrationen der Landwirte gegen Sparbeschlüsse der Bundesregierung auf erhebliche Verkehrsbehinderungen im Stadtgebiet ein. Es ist geplant, dass am Montagmorgen jeweils zwischen 250 und 300 Traktoren aus Schleswig-Holstein über die Stadtteile Langenhorn, Rahlstedt und Bergedorf in Richtung einer Abschlusskundgebung in der Hamburger Innenstadt fahren. Aufgrund einer wachsenden Zahl von Anmeldungen für die Demonstrationen warnt die Polizei vor signifikanten Verkehrsbehinderungen, die sich über das gesamte Stadtgebiet sowie auf alternative Routen erstrecken könnten. Die Polizei rät den Verkehrsteilnehmern daher, nach Möglichkeit auf öffentliche, schienengebundene Verkehrsmittel umzusteigen.
Die Hamburger Polizei stellt sich aufgrund von Traktordemonstrationen der Landwirte gegen Sparbeschlüsse der Bundesregierung auf erhebliche Verkehrsbehinderungen im Stadtgebiet ein. Es ist geplant, dass am Montagmorgen jeweils zwischen 250 und 300 Traktoren aus Schleswig-Holstein über die Stadtteile Langenhorn, Rahlstedt und Bergedorf in Richtung einer Abschlusskundgebung in der Hamburger Innenstadt fahren. Aufgrund einer wachsenden Zahl von Anmeldungen für die Demonstrationen warnt die Polizei vor signifikanten Verkehrsbehinderungen, die sich über das gesamte Stadtgebiet sowie auf alternative Routen erstrecken könnten. Die Polizei rät den Verkehrsteilnehmern daher, nach Möglichkeit auf öffentliche, schienengebundene Verkehrsmittel umzusteigen.
BAYERN
In Bayern fanden bereits am Donnerstagabend Protestaktionen der Bauern statt. Für die anstehende Aktionswoche erwarten einige Kommunen erhebliche Auswirkungen, unter anderem durch mögliche Blockaden von Autobahnauffahrten. Es ist bekannt gegeben worden, dass sich auch Vertreter anderer Branchen an den Protesten beteiligen möchten. So haben Bäcker, Metzger und Müller ihre Teilnahme an der Auftaktdemonstration am 8. Januar in München zugesagt, wie der Bayerische Handwerkstag mitteilte.
In Bayern fanden bereits am Donnerstagabend Protestaktionen der Bauern statt. Für die anstehende Aktionswoche erwarten einige Kommunen erhebliche Auswirkungen, unter anderem durch mögliche Blockaden von Autobahnauffahrten. Es ist bekannt gegeben worden, dass sich auch Vertreter anderer Branchen an den Protesten beteiligen möchten. So haben Bäcker, Metzger und Müller ihre Teilnahme an der Auftaktdemonstration am 8. Januar in München zugesagt, wie der Bayerische Handwerkstag mitteilte.
Die Proteste der Lebensmittelhandwerker richten sich hauptsächlich gegen die Rückkehr der Mehrwertsteuer auf 19 Prozent für Speisen in der Gastronomie und gegen den Wegfall der Preisbremsen bei Strom und Gas, die Erhöhung der CO2-Abgabe sowie die Einführung der neuen Lkw-Maut.
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