Seat Leon FR: Fahrbericht
So fährt der Golf aus Spanien

Gleiche Technik wie der VW Golf VII und der 2013er Audi A3: Mit dem neuen Leon könnte Seat den beiden Parademarken ähnlich zusetzen, wie es bislang nur Skoda geschafft hat.
Bild: Werk
- Georg Kacher
Letzte Abnahmefahrt in den Bergen über Granada. Hier, wo die Luft dünn ist und sich die schmale Straße direkt in den Himmel windet, testet Europas Autoindustrie ihre Prototypen. Heute mit von der Partie in Südspanien: der neue Seat Leon samt Entwicklungsmannschaft, angeführt vom Technik-Vorstand Matthias Rabe. Die Jungs sind nervös, denn der Vorserienstatus der weißen Flotte ist nicht zu übersehen. Hier und da sind die Wagen abgeklebt, innen sind manche Teile handgeschnitzt, auch die Abstimmung ist im Detail noch nicht endgültig. Der Rundkurs ist rund 30 Kilometer lang. Erst geht es durch schnelle Kurven den Berg hoch. Dann wird gewendet, und die Karawane stürzt sich über eine enge Zickzack-Holperstrecke zurück ins Tal.
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Erste Fahrt: der Leon FR 1.8 TSI, die sportliche Version mit 180 PS. Geschaltet wird per Doppelkupplungsgetriebe, im Versuchswagen noch ohne Paddel am Lenkrad. Typisch für die FR-Version ist das "Seat Drive Profile". Es ermöglicht auf Tastendruck, die Lenkung, das Ansprechverhalten von Motor und Getriebe sowie den Ansaug- und Auspuffsound in drei Stufen zu variieren – Eco, Comfort, Sport. Erster Eindruck: ein ziemlich geniales Gerät. Okay, bei Anmutung und Materialqualität gibt es noch Luft nach oben. Aber die Fahrdynamik ist auf Augenhöhe mit dem teureren A3. Mehr noch: Seat bringt mit dem 184 PS starken TDI bereits zum Start jenen Power-Diesel, den Audi erst 2014 nachschieben will. Und auch die Voll-LED-Scheinwerfer hat sich Seat noch vor Ingolstadt und Wolfsburg gesichert. Sie werden allerdings Aufpreis kosten.
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