Seat Mii electric im Test

Seat Mii electric Plus: Test, Motor, Preis, Pendlerauto

Preiswert pendeln im Mii electric

Aus Spanien rollt der Seat Mii electric an und mischt die teure E-Auto-Welt mit günstigen Preisen auf. Im AUTO BILD-Test beweist der Stromer Alltagstauglichkeit.
Komische Situation. Kommt mein Chef zu mir und sagt: "Ich sehe in dir den typischen Seat-Mii-electric-Fahrer." So geschehen bei AUTO BILD. Und Test-Chef Andreas May hat das nicht böse gemeint. Seine Idee: Der Klangwald wohnt im Hamburger Speckgürtel, 20 Kilometer vom Arbeitsplatz entfernt. Also ein typischer Pendler. Also ein Typ für den Seat Mii electric. Der Spanier stromert ab 20.650 Euro nach Deutschland (bei carwow.de ab 12.240 Euro!). Mit 83 PS starker E-Maschine und 32,3 kWh im Lithium-Ionen-Akkupack. Mit einer prognostizierten Reichweite von 259 Kilometern.

Für Kurzstreckenpendler reicht eine Akkuladung ewig

Der Mii electric schafft 259 Kilometer – da muss Redakteur Klangwald nur einmal pro Woche laden.

Würde für mich bedeuten: 200 Kilometer Arbeitsweg pro Woche = einmal laden pro Woche. Klingt nicht schlecht, also lasse ich mich auf das Spiel ein. Der erste Kontakt ist erfreulich. Schon im Stand wirkt der Mii dynamisch und munter. Das unterstreicht zudem die Farbkombi mit schwarzem Dach. Der Testwagen ist als electric Plus vorgefahren. Das ist die gehobene Ausstattung und ab 21.775 Euro zu haben. Dort fahren kleine Annehmlichkeiten wie E-Außenspiegel, geteilt klappbare Rückbanklehne, Sitzheizung, Nebelscheinwerfer und Regensensor mit. Und so wird der Seat zum recht erwachsenen Kleinstwagen. Der mich nach dem ersten Rendezvous ziemlich von sich überzeugt. Die Bedienung: simpel und selbsterklärend. Der Antrieb: Huuiii! Fahrkomfort: für Kurzstrecken okay. So einfach kann Autofahren sein. Und dabei Spaß machen. Weil der Kleine so munter unterwegs ist. Weil mit E-Maschine Begriffe wie Turboloch und Anfahrschwäche vom Tisch sind.

Gebrauchtwagensuche: Seat Mii

Auf der Verbrauchsrunde ist der Mii sehr sparsam

Auf der Testrunde gönnte sich der Mii 15,78 kWh aus dem Akku – das sind 5,21 Euro auf 100 Kilometer.

Ich erwische mich dabei, durch den City-Verkehr zu wuseln wie vor 25 Jahren mit meinem ersten Mini-Testwagen. Nur natürlich ohne Sound. Der fehlt mir (manchmal) schon. Aber meistens genieße ich eher die Ruhe ohne Motorgeknurre. Bin dann genervt von den lauten Wind- und Abrollgeräuschen. Etwas mehr Dämmung hätte Seat dem Mii gönnen können. Und den Sitzen etwas mehr Spannkraft. Den günstigen Preis spürt man auch an anderen Stellen: klassischer Zündschlüssel statt Startknopf, E-Fensterheber ohne Automatik, keine Haltegriffe über den Einstiegen. Na gut, für Kurzstrecken reicht es. Was mir missfällt, ist die Sitzposition, weil Seat dem Mii electric keine Lenkrad-Weitenverstellung einbaut. Ich sitze zu dicht an der Scheibe in Froschhaltung. Oder entspannt, aber mit ausgestreckten Armen. Bleibt die Verbrauchsfrage. Auf unserer Verbrauchsrunde hat sich der Mii electric 15,78 kWh aus dem Akku gezogen. Macht rund 5,21 Euro pro 100 km.
So billig war ich nicht unterwegs, habe rund 20 kWh auf 100 km weggestromert, also gut 6,60 Euro. Okay, ich oute mich dafür als Komfortfahrer, habe die schnelle Heizung, die Sitzheizung und die Climatronic genossen. Und lebe mit der Erkenntnis, tatsächlich ein Typ für den Mii electric zu sein. Fazit: Endlich wird E-Mobilität auch für Normalverdiener interessant. Der Mii electric ist ein ordentliches Kurzstreckenauto. Mit Umweltprämie startet er bei 16.270 Euro. Seat gibt auf die Batterie 8 Jahre/160.000 km Garantie. AUTO BILD-Testnote: 2-
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