Wir können auch sicher. Diese Nachricht will der Rückruf-gebeutelte US-Konzern General Motors offenbar mit einer Neuentwicklung in die Welt schicken. So wird die Opel-Mutter im Laufe des Jahres 2014 mit ausgewählten US-Flottenkunden ein neues optionales Gurtsystem testen, das das Anschnallen zwingend nötig macht. Ohne Klick, so die Pläne von GM, kann der Wahlhebel im Auto die Parkposition nicht verlassen. Die technische Anschnallpflicht gilt auch für Beifahrer, deren Anwesenheit wie beim Fahrzeuglenker per Sensor festgestellt wird.

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Die zehn häufigsten Unfallursachen
Die Ohne-Gurt-Wegfahrsperre wird unterstützt vom Online- und Notrufsystem OnStar und ist Teil einer Kampagne der amerikanischen Straßensicherheitsbehörde NHTSA mit dem Titel "Click it or Ticket" (Anschnallen oder Strafzettel). Nach Schätzungen der NHTSA fuhren im Jahr 2013 nur 87 Prozent aller Autofahrer in den USA mit Anschnallgurt.

Kindersicheres Gurtschloss verhindert Abschnallen

Eine passende Ergänzung hätte ein derartiges System durch eine Erfindung von Studierenden der Technischen Universität Darmstadt finden können. Sie hatten im Dezember 2013 das "Children Safety Belt System", also ein kindersicheres Gurtschloss für den Rücksitz präsentiert. Mithilfe eines elektromagnetischen Schalters verhindert es, dass sich Kinder selbstständig während der Fahrt abschnallen und so möglicherweise Gefahrensituationen heraufbeschwören. Die Blockade wird im Notfall außer Kraft gesetzt und kann zudem manuell deaktiviert werden, falls Erwachsene auf der Rückbank Platz nehmen. Nach Auskunft der TU Darmstadt vom 23. Mai 2014 ist jedoch eine praktische Umsetzung der Idee zeitnah nicht in Sicht.