Skoda Fabia (2014): Fahrbericht
Das Schnattern ist weg

Der neue Skoda Fabia bekommt nicht nur ein kantigeres Äußeres, sondern auch neue Motoren. Das Downsizing tut dem Tschechen gut. Erster Fahrbericht!
- Joachim Staat
Wo bleibt das müde Entenschnattern? Dieses Natt-Natt-Natt von vorne? So hat der alte Basismotor im Fabia immer geklungen: wie eine kraftlose, schnatternde Ente. Ich horche genau hin, spitze die Ohren. Doch die Ente ist verschwunden. Weg entwickelt, von den Ingenieuren hinaus gescheucht im neuen Fabia, der in seiner nun dritten Generation ganz viele Neuheiten mit auf den Weg bekam, das aber sehr erfolgreich versteckt.
Die Vordersitze stehen nun weiter unten

Schnörkelloses Cockpit, ordentlich verarbeitet, aber mit viel Hartplastik. Der Respektabstand zum VW Polo bleibt gewahrt.
Bild: Werk
Praktische praktische Details, harte Kunststoffe

Weil der Radstand nicht gewachsen ist, bleibt es im Fond weiterhin an den Beinen eng.
Bild: Werk
Seine größte Stärke: Er ist viel VW für weniger Geld
Seine größte Stärke aber hat der Fabia weiter gepflegt und verfeinert. Er fühlt sich an, als hätte Skoda das Beste aus Wolfsburg destilliert, um möglichst viel VW für weniger Geld zu bauen. Auf den breiten festen Polstern erträgt man klaglos Europareisen, mit der nun breiteren Spur nimmt er Kurven gelassener und die neue elektromechanische Lenkung gibt exakt jene Präzision, die VW-Konzernautos noch immer ihrer größten Konkurrenz aus Korea voraus haben.
Im Fabia sind Teile der Golf-Technik verbaut
Eines betonen die Verantwortlichen besonders: Der Fabia ist keineswegs der erste Kleinwagen im VW-Konzern auf dem großen MQ-Baukasten, er darf nur Teile der Golf-Technik benutzen. Dazu gehören die elektronischen Fahr-Assistenten (zumindest der Auffahrwarner ist Serie ab Ambition) und hochwertigere Infotainmentsysteme, die über Mirror Link Handys koppeln (auch erst ab zweitem Ausstattungslevel für 13.870 Euro).
Lebendiger 75-PS-Einlitermotor

Downsizing auch bei Skoda: Aus den 1,2-Liter-Benzinern werden Einliter-Dreizylinder. Die Version mit 75 PS ist dabei agil und kommt flott voran.
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