Erst kürzlich berichtete AUTO BILD von einem Pilotprojekt, das die Herkunft des Ladestroms für Elektroautos transparent aufzeigt. In der Nähe von Barcelona wurde nun eine Schnellladestation eröffnet, die ihren Strom aus einer kuriosen Quelle bezieht: Wie aus einem Medienbericht hervorgeht, nehmen die zwei 50-Kilowatt-Ladesäulen der Station ihre Energie aus den Bremsvorgängen von U-Bahnen in der Nähe. Zusätzlichen Saft ziehen sie aus den Photovoltaikanlagen, die auf sämtlichen verfügbaren Abdeckungen der U-Bahn-Anlage installiert werden.

U-Bahn lädt E-Auto: App zur Ladesäule

MetroCharge ist ein Programm, das mehrere Elektro-Tankstellen auf die Beine stellen möchte. Die Besonderheit: Alle sollen sich selbst versorgen, indem sie die Energie aus den nahegelegenen U-Bahn-Netzen nutzen. Die Ladestation bei Barcelona ist Teil des Projekts. Sechs weitere solcher Elektroauto-Lademöglichkeiten sollen in der Metropolregion Barcelona entstehen – alle in unmittelbarer Nähe zu U-Bahn-Haltestellen.
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Wer die besonderen Ladesäulen benutzen möchte, muss die Anbieter-App "AMB Electroliners" auf dem Smartphone installieren und sich anmelden. Ein Ladeprozess kann nur über die App aktiviert werden und dauert entweder 30 Minuten, eine Stunde oder zwei Stunden, basierend auf dem verwendeten Anschluss. Pro Kilowattstunde kostet der Vorgang 30 Cent. Am Ende der Nutzung fällt eine Blockiergebühr von rund 40 Cent pro Minute an.

In Wien versorgen bremsende Züge Rolltreppen mit Strom

Carlos Cordón, Vizepräsident für Mobilität, Verkehr und Nachhaltigkeit bei AMB, zeigt sich von dem Projekt begeistert: "Die Tatsache, dass die Stationen mit überschüssiger Energie aus der U-Bahn betrieben werden können, ist ein wichtiger Schritt hin zu einer nachhaltigeren und saubereren Mobilität in der Metropole Barcelona." Ob die Ladestationen ihr komplettes Strom-Angebot aus den U-Bahn-Netzen ziehen oder ob sie zusätzlich noch über einen regulären Netzanschluss verfügen, ist unbekannt.
Nach Angaben des Medienberichts handelt es sich bei dem Konzept der speziellen Tankstellen um keine brandneue Idee. Demnach speisen die Wiener Nahverkehrsbetriebe im Rahmen eines Pilotprojekts die Bremsenergie von U-Bahnen in das Wechselstromnetz ein, um an den Stationen die anfahrenden Züge oder Rolltreppen zu betreiben. Auch die Deutsche Bahn stattet ihre modernen elektrischen Gefährte mit Bremsenergie-Rückspeisung aus. Dabei arbeiten die Motoren der Züge beim Bremsen als Generatoren und stellen den Strom in den Oberleitungen anderen Zügen zur Verfügung.