Sportler mit Saugmotor: Test
5 scharfe Sauger auf der Piste

Wir räumen wir die ganzen Turbos und Kompressoren mal beiseite und geben Vollgas: in fünf Sportlern mit klassischen Saugmotoren.
- Manuel Iglisch
Downsizing – das Schlagwort des Schreckens hat in den letzten Jahren viele Denkmäler gestürzt. Hat Markenwerte infiltriert, Ikonen befallen und zu Fall gebracht – nur um sie posthum wieder auferstehen zu lassen – als Blasebälge. M3, C 63, Carrera S, sie alle hängen mittlerweile an ihren Verdichtern wie der Patient am Tropf. Ladern sich an künstlich plateaunierten Kraftebenen entlang, statt ihrem Schub freien Lauf zu lassen; und begreifen Nenndrehzahl auch nicht mehr als natürlichen Peak der eigenen Ausdauer, sondern vielmehr als das rien ne va plus ihrer Beatmungshilfen.
Auch Saugmotoren können brachialen Schub entwickeln

Da ist der Name Programm: Der Ferrari 812 Superfast geht mit seinem 800-PS-V12 wie die Hölle.
Bild: Ronald Sassen
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Und für genau diese Zukunft wollen wir heute fahren; mit den stärksten Vertretern ihrer jeweiligen Zylinder-Zunft, die sich trotz der grassierenden Downsizing-Maschinerie eben noch immer nicht haben kleinkriegen lassen: Toyota GT86, Porsche 911 GT3, Ford Mustang Shelby GT350, Lamborghini Huracán Performante und Ferrari 812 Superfast.
Alle Details zum Vergleich der fünf Sportler finden Sie in der Bildergalerie.
Fazit
Der Toyota steht für die bekömmliche Unbeschwertheit des Saugmotorkonzepts, der Porsche für dessen puristische Konsequenz, der Mustang dafür, dass Kraft mal Weg nicht nur eine Gleichung, sondern auch ein Riesenspektakel sein kann, der Lamborghini für die knallharte Fulminanz, die sich entlang dieses Weges streuen lässt, während der Ferrari die Faszination der freien Atemwege in jeder Hinsicht auf die Spitze treibt. Allen gemein ist jedoch die Erkenntnis, dass Charakter niemals das sein kann, was man künstlich herbeiführt, sondern immer das bleiben wird, was von selbst entspringt.
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