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Sportwagen-WM in Silverstone

Toyota-Doppelsieg zum Auftakt

Erstmals beginnt die Saison der Langstrecken-WM im Spätsommer. Toyota feiert zum Auftakt einen Doppelsieg. Porsche-Erfolg in der GT-Kategorie.
Es ist der Beginn eines neuen Zeitalters und gleichzeitig der Anfang vom Ende der LMP1-Ära in der Langstreckenweltmeisterschaft (WEC). Nach der Umstellung des Kalenders auf das Winterhalbjahr begann jetzt die neue Saison mit acht Rennen auf vier Kontinenten im englischen Silverstone. Es ist das letzte Jahr mit den technisch hochgerüsteten Prototypen der Top-Kategorie LMP1. Die werden ab der Saison 2019/2020 von den neuen sogenannten Hypercars ersetzt.
Toyota, das letzte verbliebene Werksteam in der LMP1-Klasse, bestimmte erwartungsgemäß das vier-Stunden-Rennen im englischen Motorsport-Mekka. Den Sieg sicherten sich letztlich Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López im Toyota TS050 Hybrid mit der Startnummer sieben. Nur 1,9 Sekunden später raste der Toyota #8 ins Ziel. Hier teilten sich die amtierenden Weltmeister Sébastien Buemi und Kazuki Nakajima das Cockpit mit Brendon Hartley. Der vom Privatteam Rebellion eingesetzte drittplatzierte Oreca-Gibson mit Pipo Derani, Nathanaël Berthon sowie Loïc Duval am Steuer hatte bereits eine Runde Rückstand.

Toyota war in Silverstone allein auf weiter Flur

Auch die Tatsache, dass Toyota den neuen Regeln entsprechend deutlich mehr Gewicht rumschleppte als die private LMP1-Konurrenz änderte nichts an der Überlegenheit der japanischen Werksmannschaft. Für Spannung sorgte allein das teaminterne Duell um den Sieg. Mehrfach wechselten sich beide TS050 Hybrid in der Führung ab.
Nach dem großen Aderlass durch den Ausstieg von Corvette, BMW, Ford sind in der GT-Pro-Klasse nur noch Aston-Martin, Ferrari und Porsche vertreten. Ferrari bestimmte mit dem 488 GTE Evo (4l-V8-Biturbo rund 500 PS) den Speed im Qualifying und sicherte sich die erste Startreihe. Doch über die Distanz feierte dann Porsche einen perfekten Renneinstand für den nagelneuen 911 RSR (4,2l-6-Zylinder-Boxer, 515 PS). Der Italiener Gianmaria Bruni und sein österreichischer Werksfahrer-Kollege Richard Lietz beendeten den Saisonauftakt als Sieger knapp vor ihren Markenkollegen, den amtierenden GT-Weltmeistern Michael Christensen (DK) und Kévin Estre (F).
Allerdings profitierten die Stuttgarter dabei auch von einem Strategie-Fehler bei Ferrari, die bei einem Regenschauer als einziges Team versuchten, mit profillosen Slicks über die Runden zu kommen und einen Reifenwechsel zu sparen. Ein fataler Fehler der dazu führte, dass der Ferrari mit der Startnummer 51, das Schwester-Auto war zu diesem Zeitpunkt nach einem unverschuldeten Unfall bereits ausgeschieden, hinter die beiden Porsche zurückfiel.

Die weiteren WEC-Rennen:

06.10.2019 Fuji (J)
10.11.2019 Shanghai (CN)
14.12.2019 Bahrain (BAH)
01.02.2020 Sao Paulo (BRA)
20.03.2020 Sebring (USA)
25.04.2020 Spa (B)
14.06.2020 Le Mans (F)

Autor: Thomas Arndt

Fotos: Picture-Alliance

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