SRT Viper: Fahrbericht
Das Zehnzylinder-Biest ist zurück

Chryslers Sportabteilung SRT bringt uns nach zwei Jahren Pause die Viper zurück. Wir haben die giftige Schlange zur Ausfahrt gebeten.
Bild: Ronald Sassen
- Stefan Voswinkel
Das Wetter meint es gut mit uns. Tagelang nur Regen – Sommer in Deutschland. Doch plötzlich bahnen sich die ersten Sonnenstrahlen ihren Weg aus dem wolkenverhangenen Himmel. Lassen Wassertropfen verführerisch auf der knallroten Alu-Carbon-Karosserie glitzern und den noch feuchten Asphalt dampfen. Wie ein strahlender Held steht sie da, die neue Viper. Und erst jetzt wird uns klar, wie schmerzlich wir sie vermisst haben. Unsentimentale Zahlenjongleure des Fiat-Konzerns hatten sie kurz nach der Übernahme von Dodge 2010 einfach ersatzlos aus dem Programm gestrichen.
Weitere Sportwagen mit Heckantrieb
Überblick: Alle News und Tests zur SRT Viper
Video: SRT Viper
Die Schlange lebt
Mehr atemberaubende Autos bei AUTO BILD SPORTSCARS

Rauchzeichen: So sieht es aus, wenn 814 Nm Drehmoment über die Hinterräder herfallen.
Bild: Sven Krieger
Nur das Saufen, das haben sie der Viper immer noch nicht abgewöhnt. Unter 15 Litern geht nichts, 20 sind die Regel – und wer es richtig krachen lässt, saugt den 70-Liter-Tank auch schon mal nach 200 Kilometern leer. Es folgt ein wildes Kurvengeschlängel. Früher hätte die Viper ihren Fahrer hier aus heiterem Himmel in den Graben befördert, heute gibt sie sich fast schon lammfromm. Weniger untersteuernd als bisher lenkt die Viper ein, am Scheitelpunkt aufs Gas, einen leichten Drift parieren, und weiter geht es. Drift? Keine Angst, wer sich davor fürchtet, darf sich neuerdings unter den elektronischen Rettungsschirm begeben. Der lässt trotzdem ein bisschen Freiheit zu. Ganz sanft darf das Heck zum Kurvenausgang drängen, bevor es eingefangen wird.
Die Duelle des Jahres: 17 neue Sportler und ihre Gegner

Verhältnismäßig alltagstauglich: In den Kofferraum passt das Gepäck für ein Wochenende zu zweit.
Bild: Sven Krieger
Service-Links