Wenn unterwegs vom vorausfahrenden Fahrzeug eine Ladung Split von der frisch asphaltierten Straße aufgewirbelt wird und anschließend prasselnd auf dem eigenen Auto runterkommt, sollte man sich am Zielort die Frontpartie vielleicht etwas genauer anschauen. Die spitzen kleinen Steinchen könnten Spuren im Lack hinterlassen haben.
Verdrängung nach dem Motto "ist ja nicht so schlimm" sollte man aber besser vermeiden. Auch kleine Kratzer oder winzige Absplitterungen im Lack führen irgendwann zwangsläufig zu Korrosion. Die ist erstens meistens größer als der ursprüngliche Lackschaden und zweitens in der Behandlung aufwändiger und damit auch teuer. Frühes Handeln spart unter dem Strich also Geld.
Bei Schäden an der Frontscheibe ist das Vorgehen per Gesetzgeber geregelt.
Bild: AUTO BILD
Sparen mit Smart Repair
Und kleinere Lackschäden sind oft ohne großen Aufwand im eigenen Carport oder der eigenen Garage zu beseitigen. Verschiedene Hersteller bieten dafür Smart Repair-Sets an, deren genaue Anwendung dann z.B. in youtube-Tutorials erklärt wird. So können sich nicht nur versierte Hobbyschrauber, sondern jeder handwerklich leidlich Geschickte den sonst notwendigen Weg in die Werkstatt sparen.
Eine Faustregel dafür: Lackschäden, die mindestens 10 Zentimeter vom Rand des betreffenden Bauteils entfernt und kleiner als vier mm sind, sind für eine Reparatur in Heimarbeit geeignet.
Keine Reparatur im Sichtfeld
Anders verhält es sich bei Schäden durch Steinschlag in der Windschutzscheibe. Da schreibt der Gesetzgeber genau vor, was repariert werden darf. Liegt der Schaden beispielsweise im direkten Sichtfeld des Fahrers, ist selbst die Reparatur durch Profis verboten. Um den Wechsel der Scheibe kommt man dann nicht umhin.
In den allermeisten Fällen übernimmt die Teilkaskoversicherung die Kosten für diese Reparatur. Dass die dann hochgestuft und damit teurer wird, muss man nicht befürchten. In eine teurere Versicherungsklasse wird nur hochgestuft, wer Leistungen aus der Haftpflicht- oder Vollkaskoversicherung beansprucht.