Studenten aus den Niederlanden haben ein Solarauto entwickelt, das bis zu 1000 Kilometer Reichweite verspricht. Es soll sogar mehr Energie erzeugen als verbrauchen.
Bild: TU Eindhoven, Bart van Overbeeke
Es klingt fast zu schön, um wahr zu sein: ein Auto, das nicht nur emissionsfrei bis zu 1000 Kilometer am Stück fahren kann, sondern sogar über eine positive Energiebilanz verfügt. Das versprechen niederländische Studenten aus Eindhoven beim auf den ersten Blick skurril anmutenden Solarmobil Stella Lux. Das 4,52 Meter lange, 1,76 Meter breite und nur 1,12 hohe Fahrzeug nennt sich "Familienauto" und verfügt auf dem Dach über Solarzellen auf 5,8 Quadratmeter Fläche. Sie erzeugen bei der für Autos üblichen längeren Standzeit sogar mehr Strom als das Fahrzeug verbraucht, wie die Stella-Lux-Erfinder betonen.18 Monate tüftelten die Studenten an der Weiterentwicklung des Vorgängermodells Stella. Der Nachfolger senkt dank Kohlefaserlaminat und Aluminium sein Gewicht auf 375 Kilo und verfügt unter anderem durch den auffälligen Mitteltunnel über eine ausgefeilte Aerodynamik. Seine Höchstgeschwindigkeit liegt bei immerhin 125 km/h. Die Sonnenenergie wird in einer 15 kWh großen Batterie gespeichert, selbst bei schlechtem Wetter sind 650 Kilometer Reichweite drin. Denn Stella Lux denkt mit: So findet ein Solar-Navigator die laut Wetterprognose sonnenreichste Route. Außerdem kennt das Energiemanagement über eine Verbindung mit dem Smartphone des Besitzers dessen Termine und Fahrtziele – womit dem Fahrer die Angst vor dem Liegenbleiben genommen werden soll.
Das Ambiente im Innenraum des Stella Lux verspricht das Gefühl einer "Mini-Lounge".
Bild: TU Eindhoven, Bart van Overbeeke
Die vier Passagiere nehmen im Innenraum auf hauchdünnen Carbon-Schalensitzen Platz. Zuvor haben die Türen das sich nähernde Smartphone des Fahrers erkannt und sich automatisch geöffnet. Moderne Bedienelemente, stimmungsvolles Licht und edle Materialien versprechen nach Angaben der Stella-Lux-Entwickler das Gefühl einer "futuristischen Mini-Lounge". Eine echte Bewährungsprobe wartet im Oktober auf das futuristische Gefährt: Dann geht es bei der World Solar Challenge 3000 Kilometer durchs australische Outback. An Sonne dürfte es dort nicht mangeln.
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