Stellantis plant Stellenabbau in Italien
Turiner Traditionswerk vor Personalabbau

–
Stellantis setzt den Rotstift an: In Turin sollen 1500 Jobs wegfallen, Mitarbeiter erhalten finanzielle Anreize zum Aufgeben ihrer Stellen.
Bild: Stellantis
(dpa/AUTO BILD/KI) Der Automobilkonzern Stellantis hat eine Vereinbarung zum Abbau von Arbeitsplätzen in Turin getroffen. Dieser Schritt erfolgt in Abstimmung mit den zuständigen Gewerkschaften und sieht vor, dass betroffene Mitarbeiter das Unternehmen mit finanziellen Anreizen verlassen können. Die genaue Zahl der betroffenen Stellen wurde von Stellantis nicht bekannt gegeben, jedoch berichten italienische Medien von circa 1500 Stellen.
Turin gilt als die Wiege der italienischen Traditionsmarke Fiat. Stellantis entstand im Januar 2021 durch die Fusion der Fiat Chrysler Automobiles mit der PSA-Gruppe. Zum Portfolio des Konzerns zählen bekannte Automarken wie Opel, Peugeot, Fiat und Alfa Romeo. In Italien sind für Stellantis rund 43.000 Mitarbeiter tätig, wobei die Anzahl der Beschäftigten vor der Fusion im Jahr 2021 noch über 51.000 lag, so die Berichterstattung des "Corriere della Sera".
Die geplanten Stellenreduzierungen in Turin betreffen Mitarbeiter im Automobilwerk Mirafiori sowie Büroangestellte. Des Weiteren wird berichtet, dass Stellantis auch für das Werk in Cassino, Region Latium, und für eine Produktionsstätte in Pratola Serra, Süditalien, freiwillige Entlassungsvereinbarungen anbieten möchte, betreffend circa 850 bzw. 100 Mitarbeiter. Für diese weiteren Standorte liegt noch keine offizielle Bestätigung vor.
Nach Aussage eines Sprechers von Stellantis ist die Maßnahme Teil eines breiteren Ansatzes, um den Herausforderungen des aktuellen Energie- und Technologiewandels zu begegnen. Ziel sei es, das Beschäftigungsniveau an die Veränderungen in den Unternehmensprozessen anzupassen und den Arbeitnehmern entsprechende Lösungsvorschläge zu unterbreiten.
Service-Links