Mit langlebigen Baustoffen und weniger Ausschreibungsbürokratie will Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) die Kosten im Straßenbau um rund ein Drittel senken. Der für Straßenbau zuständige Staatssekretär Rainer Bomba (CDU) arbeitet an neuen Vergaberichtlinien. Im Hinblick auf eine Kostenreduzierung setzt der Verwaltungsfachmann Bomba vor allem auf den Hochleistungsbeton UHPC. Der faserhaltige Baustoff soll möglichst schon ab 2013 auf Autobahnen und Bundesstraßen verbaut werden.

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Nur acht Zentimeter dick soll die Schicht mit dem neuen Wunderbeton sein. Dadurch würden Zeit und Geld gespart.
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Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) will während der Erprobungsphase mehrere Ziele erreichen: hohe Dichtigkeit, extreme Frostbeständigkeit, frühe Durchhärtung (kürzere Bauzeiten), geringerer Materialaufwand. Der Wunderbeton wird in einer nur acht Zentimeter dünnen Schicht auf den vorhandenen Untergrund aufgetragen. Eine erste Testphase auf einem 250 Meter langen Lkw-Parkstreifen auf der A2 erfüllte allerdings noch nicht die Erwartungen. 2012 soll ein weiterer Versuch bei Berlin folgen. "Wir arbeiten noch an der richtigen Mischung", heißt es bei der BASt.

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