Streit um Regenbogencamp Prerow eskaliert
Bisheriger Betreiber: "Gehen fest davon aus, an Ostern zu öffnen"

Zoff im Urlaubsparadies! Der Betreiberwechsel beim deutschlandweit bekannten Campingplatz in Prerow hat sich zu einem handfesten Rechtsstreit entwickelt. Der bisherige Betreiber weigert sich, zu gehen.
Bild: Regenbogen AG
Im mecklenburgischen Prerow auf dem Darß hat ein Betreiberwechsel des dortigen Campingplatzes zu einem Rechtsstreit geführt. So blockiert die Regenbogen AG als bisherige Pächterin einen Wechsel, weil Teile der dortigen Infrastruktur sowie der Fläche im Besitz der AG seien und nicht ohne deren Zustimmung übergeben werden können.
Wie eine Sprecherin der Regenbogen AG auf Anfrage mitteilt, planen die Betreiber derzeit für die Saison 2024: "Wir gehen fest davon aus, dass wir den Regenbogen-Campingplatz in Prerow zu Ostern, wie jedes Jahr nach der Winterpause, öffnen und unsere Gäste und Dauercamper auf dem Darß willkommen heißen."
Unter anderem die Abwasseranlagen seien im Besitz des bisherigen Betreibers. Ohne Absprachen diesbezüglich sei die Vergabe an einen neuen Pächter nicht rechtens, so die Annahme des Regenbogencamps.
Campingplatz Prerow: neue Pächter aus Hamburg
Das Land Mecklenburg-Vorpommern hatte 2023 eine Ausschreibung bezüglich eines Betreiberwechsels durchgeführt. Den Zuschlag erhielt das Hamburger Unternehmen "Camper's Friend". Beginn des neuen Vertrages ist der 1. Januar 2024. Da sich die Regenbogen AG bisher jedoch weigert die Ferienanlage zu räumen, hat das Land entsprechend Klage eingereicht.
Nach Angaben der Unternehmenssprecherin sei die Regenbogen AG bereit, mit allen Beteiligten Gespräche zu führen, um eine Lösung zu finden. Man wolle "den Campingplatz in Prerow als Einheit erhalten". Auch die Gebührenbescheide für die Saison 2024 wurden seitens des Regenbogencamps bereits verschickt. Viele Dauercamper sind aufgrund der unklaren Rechtslage verunsichert. Wie es weitergeht, ist derzeit völlig offen. Die Klage der Landesregierung könnte nun mittels Eilverfahren beschleunigt werden.
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