Strom aus Abgas
Mehr als heiße Luft

Die Abwärme aus den Abgasen verpufft bislang wirkungslos. BMW und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt arbeiten an einer Lösung, wie sich Wärme in Strom umwandeln lässt. Das spart Sprit und steigert die Leistung.
- Stephan Bähnisch
"Strom aus Abwärme" – so lautet das Motto der gemeinsamen Entwicklung von BMW und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Mit einem thermoelektrischen Generator (TEG) wird die bislang ungenutzte Abwärme aus Abgasen in elektrische Energie umgewandelt. Das reduziert nicht nur den CO2-Ausstoß, sondern hilft auch beim Spritsparen, weil der so gewonnene Strom die Bordelektrik versorgen kann. Bei Tempo 130 in einem 5er-BMW produziert der TEG immerhin 200 Watt Leistung – in etwa so viel, wie drei 60-Watt-Glühbirnen verbrauchen. Angesichts immer mehr elektrischer Verbraucher im Auto ein richtiger Schritt. Die Entwickler halten höhere Leistungen für möglich, was eine Kraftstoffeinsparung von mehreren Prozent bedeuten würde. Zusätzlich unterstützt das System die Bremsenergie-Rückgewinnung. Der Strom kann aber auch bei der Beschleunigung des Fahrzeugs helfen.
Noch Zukunftsmusik

Bild: Werk
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