Auf Abwegen befinden sich die meisten SUV-Modelle eher selten. Der Subaru Forester bildet von dieser Regel die Ausnahme. Seine Ausstrahlung ist auch in der fünften Generation handfest, satte 22 Zentimeter Bodenfreiheit sind kein Styling-Gag, und sein Allradantrieb ist keine elektronisch zuschaltbare Alibi-Lösung.
Genau dieses Paket reicht bis heute in Summe als Kaufargument für viele Förster und Landwirte. Zum ungewöhnlichen Wesen passt die ungewöhnlich aufrechte Statur mit recht steilen Scheiben und einem Kofferraum, der gebraucht gern eine Kopfnote aus Hund, Jagd und Pferd hat und als Antithese zum urbanen Lifestyle funktioniert. Der fünfte Forester ist ein bemerkenswert uneitles Gerät für das Landvolk.

Der Forester bietet viel Platz und eine gute Rundumsicht

Das ist er: Generation fünf trägt den internen Code SK. Sie wurde in Deutschland zum Modelljahr 2020 eingeführt und bis Ende 2024 angeboten. Strukturell profitiert sie von der frischen und steiferen Subaru Global Platform. Mit 4,63 Metern Länge hat der Forester ein angenehmes Mittelformat, das Familien und Jagdpächtern gleichermaßen passt. 2,67 Meter Radstand und eine ungewöhnlich kubische Karosserieform schaffen innen erstaunlich viel Raum.
AUTO BILD Gebrauchtwagenmarkt: Subaru Forester
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100 KW (136 PS)
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Subaru Forester 2,0ie Exclusive Lineartronic
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50 km
100 KW (136 PS)
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Subaru Forester 2,0ie Exclusive Lineartronic
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Subaru Forester 2.0ie Platinum Lineartronic Mod. 2026
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Subaru Forester Forester 2.0ie Lineartronic Platinum
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1.500 km
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Subaru Forester 2.0 ie Lineatronic Exclusive
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100 km
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Subaru Forester 2.0ie Platinum
43.900 €
Subaru Forester 2.0ie Platinum
50 km
100 KW (136 PS)
08/2026
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100 KW (136 PS)
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Subaru Forester 2.0ie Edition Exclusive Cross (2025)
43.490 €
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Gemessen am Klassenstandard fühlt man sich im knisterfrei verarbeiteten Innenraum geradezu fürstlich untergebracht, auch wenn es den Sitzen etwas an Kontur mangelt. Dazu kommt eine in heutigen Zeiten ungewöhnlich gute Rundumsicht. Und auch zuladen darf man: Der Kofferraum fasst je nach Lehnenstellung 509 bis 1779 Liter, die maximale Ladelänge beträgt fast zwei Meter.
GW Subaru Forester
Mit 1,73 Meter Höhe baut der in der japanischen Präfektur Gunma gefertigte Forester ungewöhnlich hoch.
Bild: Christoph Börries
Ende 2021 erschien das hier gefahrene Facelift. Zu erkennen ist es an einer markanteren Front mit neuen LED-Scheinwerfern. Fahrwerksseitig wurden Federung und Dämpfung neu abgestimmt, der haltbare, symmetrisch ausgelegte X-Mode-Allrad in seinen Fähigkeiten optimiert und das EyeSight-Assistenzsystem grundlegend überarbeitet. Die Stereokamera sitzt direkt an der Windschutzscheibe und nimmt noch mehr Daten auf, Kreuzungs-Notbremsassistent, Ausweichunterstützung und ein verbesserter Spurassistent kamen ebenfalls hinzu.

Technische Daten

Technische Daten
Motor
Vierzylinder-Boxer-Hybrid/vorn längs
Ventile/Nockenwellen
4 pro Zylinder/4
Hubraum
1995 cm³
Leistung
110 kW (150 PS) bei 5600/min
Drehmoment
194 Nm bei 4000/min
Höchstgeschwindigkeit
188 km/h
0–100 km/h
11,8 s
Tank/Kraftstoff
48 l/Super
Getriebe/Antrieb
CVT-Getriebe/Allrad
Länge/Breite/Höhe
4640/1815/1730 mm
Kofferraumvolumen
509-1779 l
Leergewicht/Zuladung
1768/417 kg
Anhängelast (gebremst/ungebremst)
1870/750 kg

Basisausstattung mit vielen praktischen Extras

Das hat er: Subaru mühte sich redlich um Ehrlichkeit und Übersichtlichkeit. Die Ausstattungen gliedern sich erfreulich klar. Trend, Active, Comfort und Platinum sind die vier Linien. Und schon das Basismodell Trend fühlt sich nicht nach kargem Kassenrezept an. Klimaautomatik, Sitzheizung, Rückfahrkamera, Acht-Zoll-Touchscreen sowie EyeSight-System sind dabei.
Die Ausstattung Active legt unter anderem bei Komfort- und Assistenzdetails nach, die Linie Comfort bietet Luxus und Navigation. Ganz oben steht die Platinum-Ausstattung (wie bei unserem Fotofahrzeug zu sehen) mit Lederpolstern, elektrischem Fahrersitz, Panorama-Glasschiebedach und Harman/Kardon-Soundsystem.
Je nach Modelljahr variieren einzelne Umfänge, weshalb beim individuellen Gebrauchten die konkrete Ausstattungsliste mehr zählt als die bloße Modellbezeichnung.
GW Subaru Forester
Gemessen am Fahrzeugalter konservatives Cockpit, ungewöhnlich viele klassische Tasten, starke Verarbeitung.
Bild: Christoph Börries
Das Cockpit wirkt wie ein Gegenentwurf zu den allermeisten Mitbewerbern. Zweckmäßige Bedienbarkeit mit echten Schaltern stand im Lastenheft klar über plakativer digitaler Modernität. Ein klassischer Instrumententräger, echter Wählhebel und richtige Tasten ersparen Touchscreen-Gymnastik. Materialanmutung und Infotainment erreichen vielleicht nicht ganz das Niveau gleichaltriger deutscher oder koreanischer Konkurrenten.
Dafür funktioniert der Forester hervorragend im Alltag. Große Türausschnitte, eine niedrige Ladekante und die steile Heckpartie sind keine Designkunst, sondern wirken wie klug angewandte Ergonomie-Erfahrung.

Gelassen auf der Straße, stark im Gelände

So fährt er: Antriebs- oder Motorenvergleich? Ist auf dem deutschen Markt kein Thema. Die fünfte Generation wurde ausschließlich als 2.0ie e-Boxer angeboten und sollte durch Solidität die durchwachsenen Erinnerungen an den empfindlichen Boxer-Diesel endgültig eliminieren.

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Das Setup ist typisch Subaru: Ein 150 PS starker Zweiliter-Saugboxer arbeitet zusammen mit einem Lineartronic-CVT-Getriebe und permanentem Symmetrical-AWD-Allrad. Im Getriebe sitzt zusätzlich ein 12,3 kW/16,7 PS und 66 Nm starker Elektromotor, gespeist von einer kleinen 118-Volt-Lithium-Ionen-Batterie mit 0,6 kWh. Kurzzeitig kann der Forester rein elektrisch rollen; jedoch nur rund 1,5 Kilometer weit und maximal mit Tempo 40.
GW Subaru Forester
Auf unbefestigtem Terrain punktet der stets allradgetriebene Forester mit guter Traktion. Der Allrad funktioniert unauffällig, Bodenfreiheit sind 22 Zentimeter.
Bild: Christoph Börries
Entscheidender für Effizienz und Fahrgefühl ist jedoch die Unterstützung beim Anfahren und Beschleunigen. Das Paket klingt leider moderner und besser, als es fährt. Der Elektromotor macht den Boxer untenherum zwar geschmeidiger, verwandelt ihn aber keinesfalls in einen Kraftmeier. 194 Newtonmeter Drehmoment sind heutzutage bescheiden. Bereits bei moderater Last sorgt die Lineartronic für hohe Drehzahlen. Das mag technisch sinnvoll sein, ist aber akustisch gewöhnungsbedürftig. Auch beim Verbrauch vollbringt die Hybridisierung keine Wunder. Praxiswerte von gut acht Litern auf 100 Kilometer sind Standard.

Bildergalerie

GW Subaru Forester
GW Subaru Forester
GW Subaru Forester
Galerie "Subaru Forester V im Gebrauchtwagen-Test" mit 16 Bildern öffnen
Subaru Forester V im Gebrauchtwagen-Test
Die Fahrtalente des Forester liegen ganz woanders. Er federt gelassen, lenkt recht sauber und zeigt selbst mit höheren Laufleistungen selten verschlissene Lager und Gelenke. Auf Schnee, losem Untergrund oder mit Anhänger kommt eine Spezialität hinzu: Der permanent geregelte Allrad koordiniert clever Antrieb, Getriebe und Regelsysteme für schwierigen Untergrund. Wer regelmäßig Pferdeanhänger von nassen Wiesen ziehen (Anhängelast maximal 1,87 Tonnen) oder im Winter einen steilen Forstweg erklimmen muss, versteht schnell, warum Subaru-Kunden sehr markenloyal sind und auf den Antrieb schwören.

Stärken

  • Starker Nutzwert
  • Gutes Allradkonzept
  • Eigenständiger Charakter

Schwächen

  • Geringe Zuladung
  • Müde wirkender Antrieb
  • Teure Kaskoeinstufungen

Auf Unterbodenschäden achten

Das macht Ärger: Subaru bot fünf Jahre oder 160.000 Kilometer Neuwagengarantie, drei Jahre Lackgarantie und zwölf Jahre Garantie auf den Durchrostungsschutz. Grundsätzlich ist die mechanische Qualität hoch. Typische Schwachstelle ist die Elektrik, bedingt durch früh schwächelnde 12-Volt-Batterien. Unterspannung kann vielfältige Fehler provozieren und ist oft auch Ursache für Ausfälle der elektrischen Heckklappe. Beim kleinen, aber unangenehm teuren Hochvoltakku sollte ein Prüfprotokoll die Gesundheit (SoH-Wert) des Bauteils belegen.
Bei Autos mit Anhängerkupplung zeigen die Bremsen häufiger erhöhten Verschleiß. Auch Unterboden und Achsteile verdienen besondere Aufmerksamkeit: Viele Forester werden pragmatisch auch im Forst und als echtes Arbeitsauto genutzt, Aufsetzschäden und Korrosionsansätze an der Bodengruppe können dadurch ein ernstes Thema sein. Beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) sind für die fünfte Forester-Generation aktuell keinerlei Rückrufe hinterlegt.

Unterhaltskosten

Unterhaltskosten
Testverbrauch
8,2 l S/100 km
CO2 gem. WLTP-Zyklus
154 g/km
Inspektion
350-700 Euro
Haftpflicht (13)*
623 Euro
Teilkasko (24)*
919 Euro
Vollkasko (22)*
1500 Euro
Kfz-Steuer (Euro 6d)
266 Euro

Ersatzteilpreise*

Ersatzteilpreise*
Hochvoltbatterie
9777 Euro
Startergenerator
3266 Euro
Wasserpumpe
512 Euro
Zahnriemen
entf., Steuerkette
Nachschalldämpfer
445 Euro
Kotflügel vorn links, lackiert
1320 Euro
Bremsscheiben und -klötze v.
665 Euro
Infotainmenteinheit
5207 Euro
4 Sommerreifen (Dimension 225/55 R 18 V)
650 Euro

Fazit

von AUTO BILD
Als kernige Alternative zum Mainstream kann man den erstaunlich geländetauglichen Forester V mögen. Platzangebot und Ausstattung überzeugen ebenfalls, im Alltag zwiespältig ist jedoch der eher müde und nicht sonderlich sparsame e-Boxer-Antrieb.