Sunlight I 67 S Adventure Edition: Wohnmobil-Test
Sunlight I 67 S Adventure Edition im Dauertest

Ein Dickschiff in kurzer Ausführung: Der integrierte Sunlight I 67 S Adventure Edition tritt zum Dauertest an. Das ist unser erster Eindruck.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
So ein integriertes Sunlight-Wohnmobil ist ja irgendwie ein Widerspruch in sich. Die Erwin-Hymer-Tochter spricht mit ihrem Marketing, zu dem auch häufig Extremsportler als Botschafter gehören, ja eindeutig eine junge (oder jung gebliebene), stilbewusste, aktive Zielgruppe an. Nur sind das zunächst nicht unbedingt die Attribute, die man mit den Worten "integriertes Reisemobil" verbindet.
Allerdings nur im ersten Moment. Bei genauerer Überlegung sind die Dickschiffe nämlich optimal für einen Campingurlaub mit viel Sport und Natur. Oder kennen Sie eine Bauform, die mehr Platz bietet für Mountainbikes, Surfbretter oder Snowboards? Außerdem klappt das mit dem Freistehen in Skandinavien mit so viel Platz im Wohnraum doch auch viel besser.
Und da unser Sunlight I 67 S Adventure Edition mit knapp sieben Meter Länge ein recht kompakter Vertreter seiner Art ist, funktioniert er gut als 3,5-Tonnen-Reisemobil. Wenn dann auch noch das Innen-Design so zeitlos gestaltet ist wie in unserem Testwagen, gehören wir gern zur Zielgruppe.
Sunlight I 67 S: klassischer Aufbau mit Längseinzelbetten
Das ist er: Ein unspektakulärer Integrierter, der aber mit vielen praktischen Details begeistert. In Sachen Grundriss wagt Sunlight mit dem I 67 S keine Experimente, sondern bleibt dem klassischen Aufbau aus Längseinzelbetten im Heck, L-Küche und Dinette mit kleinem zusätzlichen Sitzhocker treu.

Der integrierte Sunlight punktet mit satten 2,10 Meter Stehhöhe im Wohnraum.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
Besonders durchdacht ist das Badezimmer. Die Größe ist optimal, um sich bequem darin bewegen zu können und trotzdem nicht zu viel Platz vom Gesamtraum des Integrierten einzunehmen. Möchte man nach einer schweißtreibenden Downhill-Etappe kurz unter die Dusche, klappt das Waschbecken einfach zur Seite und gibt die große Nasszelle frei. Für Kochtöpfe und den Omnia-Ofen ist in der L-Küche mit Dreiflammenherd ausreichend Platz. Grundsätzlich fehlt es unserem Sunlight nicht an Stauraum – weder innen noch außen.
Besonders schön: Das gemütliche und sehr stimmige Lichtkonzept aus indirekter Beleuchtung und einer Lichtsäule zwischen Küche und Wohnraum, die vor allem abends schön zur Geltung kommt. Wenn man dann noch den etwas fummeligen Mechanismus des Fernsehers, der über dem Kühlschrank aus dem Fach gezogen wird, verstanden hat, kann auch der entspannte Netflix-Abend beginnen.
Startpreis unseres Testwagens: knapp 81.000 Euro!
Das hat er: Dank der Adventure Edition jede Menge Zubehör, das sonst ordentlich zu Buche schlägt. Dazu gehört neben den üblichen Verdächtigen wie Markise, Fahrradträger, 16-Zoll-Felgen und Sonderbeklebung, auch die 140-PS-Motorisierung, die wir für absolut sinnvoll erachten. Für lau gibt es die An- und Einbauten aber natürlich nicht. Beim Startpreis unseres Testwagens von knapp 81.000 Euro mussten wir daher ganz schön schlucken.

Ordentliche Lattenroste unter den Heckbetten versprechen einen ruhigen Schlaf.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
So fährt er: Auffällig unauffällig, wie wir es von einem Reisemobil aus Leutkirch gewohnt sind. Die recht hohen Werte des Bremstests sind mit den Winterreifen zu erklären, die der I 67 S beim Messen auf unserer Teststrecke noch aufgezogen hatte. Ansonsten ist der Integrierte eher zum entspannten Cruisen auf der Autobahn gemacht. Bei 110 km/h fühlt er sich besonders wohl. Die typischen Windgeräusche bleiben bei der Bauform natürlich nicht aus.
Doch was ganz besonders nervt, ist das penetrante Quietschen, das die Verschlüsse der Dachschränke verursachen. Mal sehen, wie sich die Geräuschkulisse in den kommenden zwölf Monaten entwickelt, wenn sich der Sunlight I 67 S im Campingalltag unseres Dauertests bewähren muss.
Technische Daten
Motorisierung | Fiat MultiJet II 140 |
|---|---|
Motor/Bauart/Zylinder/Einbaulage | Diesel/Reihe/4/vorn quer |
Hubraum | 2287 cm3 |
kW (PS) bei U/min | 104 (140) bei 3600 |
Nm bei U/min | 350 bei 1400 |
Höchstgeschwindigkeit | 134 km/h |
Getriebe | Sechsgang manuell |
Antrieb | Vorderrad |
Bremsen vorn/hinten | Scheiben/Scheiben |
Testwagenbereifung | 225/75 R 16 C |
Reifentyp | Nexen Winguard WT1 |
Tankinhalt/Kraftstoffsorte | 75 l/Diesel + 19 l AdBlue |
Anhängelast gebremst/ungebremst | 2000/750 kg |
Länge/Breite/Höhe | 6980/2320/3060 mm |
Radstand | 3800 mm |
Grundpreis (mit Basismotor) | 80.699 Euro |
Testwagenpreis | 81.117 Euro |
Aufbau
Außenmaterial Wand/Dach/Boden | Alu/GFK/Alu |
|---|---|
Isoliermaterial Wand/Dach/Boden | XPS/XPS/XPS |
Wandstärke Wand/Dach/Boden | 34/34/41 mm |
Fenster | 4 |
Dachhauben | 4 |
Herd | Gas, 3 Flammen |
Kühlschrank/Eisfach | 156/29 l |
Modell Toilette | Thetford Cassette |
Sitzplätze/mit Dreipunktgurten | 05. Apr |
Heizung | Truma Combi 6 |
Steckdosen | 12 V/230 V/USB 1/3/4 |
Leuchten | 23 |
Aufbaubatterie | 2 x AGM, 12 V/95 Ah |
Frischwassertank | 122 l |
Abwassertank | 92 l |
Gasvorrat | 2 x 11 kg |
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