SUV: höhere Parkgebühren in Paris
Paris verteuert Parkgebühren für SUV: Touristen zahlen deutlich mehr

– Die französische Hauptstadt Paris verdreifacht ab dem 1. Oktober die Parkgebühren für SUV. Die Knallhart-Regelung gilt nur für Besucher und Touristen. Alle Infos!
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Wer seinen Geländewagen rund um Eiffelturm, Champs Élysées oder Montmartre abstellt, muss fortan noch deutlich tiefer in die Tasche greifen. Pikant: Die Knallhart-Regelung gilt nur für Besucher und Touristen.
Die Parkgebühren für eine Stunde im Zentrum von Paris steigen ab sofort von sechs auf 18 Euro, in Außenbezirken auf zwölf Euro (vorher: vier Euro). Laut ADAC steigen diese Gebühren überproportional bei längerem Aufenthalt: auf 117 Euro für vier Stunden Parkzeit und 225 Euro (sechs Stunden). Wer ein falsches Parkticket löst, muss mit einem Bußgeld von 150 bis 225 Euro rechnen.
Die Regelung gilt für Verbrenner- und Hybridmodelle mit einem Gewicht ab 1,6 Tonnen und Elektromodelle ab zwei Tonnen Gewicht. Für private Parkhäuser gelten die Hammer-Tarife nicht. Und: Von den teuren Gebühren auf öffentlichen Straßen sind Anwohner, Handwerker und Pflegedienste ausgenommen.
"Laut, platzraubend, umweltschädigend"
Anne Hidalgo, die sozialistische Bürgermeisterin von Paris, hatte die Anwohner der Hauptstadt im Februar über ihren Plan abstimmen lassen. Ihre Begründung für den Vorstoß: SUV seien "laut, platzraubend und umweltschädigend".
54,55 Prozent stimmten damals für die Verdreifachung. Allerdings nahmen nur 5,68 Prozent der Stimmberechtigten teil – also kaum mehr als jeder 20. Pariser.
Opposition und Auto-Verbände liefen Sturm gegen den Gebühren-Hammer. Sie warfen Bürgermeisterin Hidalgo unter anderem Manipulation vor. Die Stadtverwaltung wollte Einwände allerdings nicht gelten lassen. Schließlich hätten Zehntausende Einwohner die Möglichkeit der direkten Bürgerbeteiligung genutzt.
Auch das Tempolimit wird reduziert!
Und noch eine Regelung greift ab dem 1. Oktober: Auf der Pariser Ringautobahn Périphérique wird die Höchstgeschwindigkeit von 70 Kilometern pro Stunde auf Tempo 50 reduziert. Ziel der Schleich-Geschwindigkeit auf der 35 Kilometer langen Stadtautobahn sei ein drastisches Reduzieren der Umweltverschmutzung, hieß es. Und diese Regelung gilt nicht nur für Touri-SUV, sondern für alle Fahrzeuge!
Autor: Konstantin Marrach
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