Umwelthilfe fordert höhere Parkgebühren für SUV
Anträge gestellt: Umwelthilfe für höhere SUV-Parkgebühren

Bild: iStock.com/Schad1953
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat in weiteren Städten höhere Parkgebühren und Parkbeschränkungen für SUV beantragt. Bereits im Juni 2024 waren Anträge in 150 Städten gestellt worden, woraufhin Tausende weitere Anfragen bei der DUH eingingen, wie die Organisation mitteilte. Mittlerweile hätten mehr als 21.000 Menschen die DUH gebeten, Anträge in ihren Städten zu stellen, heißt es. Durch ihre Anträge will die Umwelthilfe die Städte dazu bringen, härter gegen schwere Geländewagen vorzugehen.
So viel soll das Parken für SUV kosten
Nachdem Tausende Zuschriften bei der DUH eingegangen waren, habe man in 174 weiteren Städten formale Anträge für Parkgebührerhöhungen und Parkbeschränkungen für SUV gestellt. Die Gesamtzahl gestellter Anträge sei damit auf 324 Anträge gestiegen. Auch erste Erfolge seien schon verzeichnet worden. Demnach hätten die Städte Aachen und Koblenz bereits die "Erhöhung der Gebühren für Bewohnerparkausweise in Abhängigkeit von der Fahrzeuggröße angekündigt", teilte die DUH mit.
Nach dem Willen der Umwelthilfe sollen Anwohner-Parkgebühren auf mindestens 360 Euro im Jahr steigen, je nach Fahrzeuggröße solle es eine Preisstaffelung geben. Fürs Parken strebt die Deutsche Umwelthilfe zudem deutlich strengere Begrenzungen an.
Verdreifachung der Parkgebühren in Paris
Vorbild für die Bestrebungen ist die Stadt Paris. Bei einer Bürgerbefragung hatte sich dort im Februar 2024 eine Mehrheit für eine Verdreifachung der Parkgebühren für diese Art von Fahrzeugen ausgesprochen. Nach der Pariser Entscheidung hatte die DUH auch deutsche Bürgerinnen und Bürger online dazu aufgerufen, gegen die von ihr als "übergroße" SUV bezeichneten Fahrzeuge aktiv zu werden. 19.000 Menschen hätten sich an der Aktion beteiligt und die Umwelthilfe beauftragt, in ihrem Namen die entsprechenden Anträge an die Städte zu richten.
Die DUH betont, dass sie Familienautos wie Vans grundsätzlich nicht als SUV werte. Aber auch hier gebe es seit vielen Jahren den Trend, "dass Autos jeder Fahrzeugklasse immer größer und schwerer werden", beklagt die Organisation.
(Mit Material der dpa.)
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