Neun Tablet-Befestigungen im Test

Neun Tablet-Befestigungen im Test

Tablet-Halterungen: Test

Wackelige Angelegenheit

AUTO BILD hat neun Tablet-Halterungen fürs Auto zu Befestigung an der Kopfstütze und der Scheibe getestet – mit überraschendem Ergebnis.
Der teuerste Kandidat im Tablet-Halter-Test schlägt mit einem Preis von 40 Euro zu Buche. Dafür bekommt man auch einiges fürs Geld: sage und schreibe 18 Teile plus Imbusschlüssel. Bei dem Anblick bekommt man glatt Lust, den Karton direkt wieder zu verschließen. Eine Tablet-Halterung sollte simpel sein – wenn man schon beim iPad nicht in die Bedienungsanleitung schaut, warum sollte man es denn bei der Halterung tun? Nützt aber nichts, ohne Anleitung geht beim Test-Kandidaten von "Infuu Holders" nichts. Der Zusammenbau entpuppt sich als fummelige Angelegenheit und auch während der Fahrt enttäuscht der Halter auf ganzer Linie. Dafür 40 Euro? Das ist definitiv zu viel! Aber das bleibt der einzige Totalausfall, den es beim Test der Tablet-Halterungen gibt.

Neun Tablet-Halterungen im Test: Der günstigste siegt

Cool: Mit der Halterung von "Hama" kann das Tablet zwischen den Sitzen platziert werden.

Allgemein zeigt sich: Die Halter-Konstruktionen sind oft etwas zu schwach, wackeln während der Fahrt. Wird währenddessen ein Film geschaut, kann das schon etwas nerven. In den wenigsten Fällen ist das Gewackel jedoch ein Sicherheitsrisiko. Allerdings muss man bei der einen oder anderen Halterung um sein Tablet fürchten: Bei dem Modell von "Hama" beispielsweise muss man sehr lange fummeln, drehen und schrauben, bis das iPad richtig sitzt – vom Verlierer des Tests ganz zu Schweigen. Der Sieger von "Lamicall" zeigt: Eine Investition von 13 Euro reicht aus, um einen guten und simplen Tablet-Halter zu bekommen, der seinen Zweck erfüllt. Halterung in die Kopfstütze klemmen, iPad einsetzen – fertig. Das Ganze dauert zehn Sekunden. Ähnlich schnell geht's mit dem Zweitplatzierten von "TFY": Hier wird die Halterung mit Hilfe einer Manschette an der Kopfstütze befestigt. Einziger Nachteil: Der Blickwinkel lässt sich nicht verändern. Die Ergebnisse aller getesteten Tablet-Halterungen sind in der Bildergalerie zu sehen.

Neun Tablet-Befestigungen im Test

Kopfstütze oder Saugnapf – was hält besser?

Wird das Tablet im Auto ausschließlich von den Passagieren auf der Rückbank genutzt, greift man am besten zu einem Modell, das sich an der Kopfstütze montieren lässt. Der Test hat gezeigt: Insgesamt sind die Kopfstützen-Halterungen stabiler, als ihr Pendant mit Saugnapf. Letztere eignen sich vor allem, wenn das Tablet alternativ auch mal in der Windschutzscheibe als Navi dienen soll. Oft ist die Verbindung von Saugnapf und Halter zu schwach, das Tablet wackelt stark. Wer auf beides nicht verzichten will, kann sich einen Universalhalter wie den Test-Kandidaten von "CellularLine" anschaffen. Beim Einsatz an der Kopfstütze performt er super, auch der Saugnapf schlägt sich solide.
# Tablet-Halter im Test  
1.

Lamicall Tablet-Halterung

Preis: 13 Euro
Urteil: 29/30 Punkte

 
2.

TFY Universal Halterung

Preis: 23 Euro
Urteil: 26/30 Punkte

 
3.

Cellular Line Crab Tablet 3 in 1

Preis: 27 Euro
Urteil: 24/30 Punkte

 
4.

Trust Tablet Car Holder

Preis: 13 Euro
Urteil: 23/30 Punkte

 
5.

Hama Kopfstützen-Halterung

Preis: 14 Euro
Urteil: 23/30 Punkte

 
6.

kwmobile Scheiben-Halterung

Preis: 18 Euro
Urteil: 20/30 Punkte

 
7.

Sinland Tablet-Halterung

Preis: 25 Euro
Urteil: 18/30 Punkte

 
8.

PSTZ Tablet Halterung

Preis: 16 Euro
Urteil: 17/30 Punkte

 
9.

Infuu Holders Halterung

Preis: 40 Euro
Urteil: 7/30 Punkte

 

Was sagt das Gesetz zum Tablet im Auto?

In der Straßenverkehrsordnung gibt es keinen Absatz, der sich explizit mit Tablets befasst. Es gilt das gleiche wie beim Handy: Die Nutzung eines Tablets am Steuer wird mit mindestens 100 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg geahndet. Bei Gefährdung steigt das Bußgeld auf 150 Euro. Passiert ein Unfall, werden 200 Euro fällig. Hinzu kommen zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot. Steckt das Tablet in einer Halterung, darf es – wie auch das Handy – zum Beispiel als Navi genutzt werden.
Das Filme-Schauen während der Fahrt ist nur für die Mitfahrer gestattet. Dem Fahrer selbst ist es zwar nicht explizit verboten, allerdings erfordert "die Teilnahme am Straßenverkehr ständige Vorsicht" (§1 StVO). Wer am Steuer gemütlich einen Film schaut, verletzt diese Pflicht und wird mit einem Verwarnungsgeld (20 bis 35 Euro) zur Kasse gebeten. Im Schadenfall können die Strafen empfindlich ansteigen, gegebenenfalls verweigert die Versicherung die Regulierung.

So haben wir getestet

Getestet wurde mit dem iPad Mini 2 (7,9 Zoll, 350 Gramm).

Die Tablet-Halter mussten sich in drei Disziplinen beweisen: Zusammenbau, Einbau, Verhalten während der Fahrt. Letzteres wurde aufgeteilt in verschiedene Etappen wie Kurvenfahrt, Bremsen, normale Fahrt und Fahrt über Kopfsteinpflaster. Außerdem wurde gewertet wie flexibel die Halterungen einsetzbar sind (z.B. welche Tablet-Größen passen). Schließlich wurde vor dem Hintergrund der Performance im Test auch das Preis-/Leistungsverhältnis bewertet. Die Ergebnisse sind in den Kategorien "Flexibilität", "Handling", "Sicherheit & Qualität" sowie "Preis-/Leistungsverhältnis" zusammengefasst.

Lena Trautermann

Fazit

Tablet im Auto? Ja! Der perfekte Ersatz für ein Entertainment-System. Aber bitte nur für die Mitfahrer und befestigt an der Kopfstütze. Die Saugnapf-Halterungen sind mit dem Gewicht überfordert, das permanente Gewackel nervt.

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