Tankbetrug: BKA-Statistik 2011
Vollgemacht und abgehauen

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Zapfen ohne zu zahlen – das wird in Deutschland immer beliebter. Das BKA verzeichnete 2011 neun Prozent mehr Tankbetrugsfälle als 2010. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher liegen.
Bild: Sven Krieger
(dpa/cj) Die Benzinpreise steigen, die Zahlungsmoral sinkt. Die Folge: Tankbetrug hat Hochkonjunktur. Das Bundeskriminalamt (BKA) verzeichnete im Jahr 2011 genau 85.065 Fälle mit zahlungsunwilligen Tankstellenkunden, etwa neun Prozent mehr als 2010 (79.830). Das geht aus der Kriminalstatistik der Behörde hervor, die jedoch nur die offiziell gemeldeten Fälle erfasst. Wie das Internetportal auto.de berichtet, schätzen die Experten die Dunkelziffer auf rund 80 Prozent. Demnach läge die Zahl der tatsächlichen Fälle bei stolzen 425.000.
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Die Aufklärungsquote im Jahr 2011 lag laut BKA-Statistik bei 43,2 Prozent und damit praktisch auf gleicher Höhe wie 2010 (43,3 Prozent). Den bundesweiten Schaden bezifferten die Ermittler auf 5,75 Millionen Euro (2010: 4,43 Millionen Euro). Im Vergleich der Bundesländer gibt es die meisten Tankbetrüger – auf die Einwohnerzahl gerechnet – in den Stadtstaaten Berlin und Hamburg. Am ehrlichsten sind die Bayern und Baden-Württemberger. Relativ gering fallen die Tankbetrügereien auch in Thüringen und Niedersachsen aus.
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