Tankstellenkette JET baut Schnelllader
Neben Benzin und Diesel gibt's bei JET jetzt auch Strom

Der Tankstellenbetreiber JET macht jetzt auch in Strom: Tankstellen der gelben Marke werden nach und nach mit Ultra-Schnellladern ausgestattet. Sie haben zwei Besonderheiten, die E-Autofahrer schätzen werden.
Bild: JET
Wer Sprit anbietet, kann auch Ladestrom anbieten. Es setzt sich immer mehr durch, dass Tankstellenbetreiber neben den Zapfsäulen nun auch Power-Schnelllader mit großer Ladeleistung aufstellen. Nun stellt auch JET Ladepunkte für E-Autos an seinen Standorten auf. Damit wird auch für Elektroautos die Tankstelle zum Anlaufpunkt, um in kurzer Zeit die Batterien zu füllen und in der Zwischenzeit im Shop einen Kaffee oder Snack zu tanken. Oder mehr.
Typ-2-Ladekabel im Vergleich

Die neuen Ladestationen am "Mobilitätshub" von JET haben auch eine Überdachung.
Bild: JET
Beim Laden einkaufen und saugen
Die zweite Besonderheit, die Autofahrer aus alter Gewohnheit kennen und schätzen dürften: Die jeweiligen Stromtarife sind weithin sichtbar an der Preistafel – so wie die Preise für Benzin und Diesel – kenntlich gemacht. Ein großer Schritt im Vergleich zum restlichen Markt, der die jeweiligen Strompreise zumeist in der App versteckt. Bezahlt wird direkt an der Ladesäule.
Zugleich hat der Betreiber die jeweiligen Tankstellen gleich noch zum "Mobilitätshub" aufgewertet. Dazu gehört ein Laden mit 2000 Artikeln, sodass Autofahrer während der Ladezeit Besorgungen erledigen können. An einer der neuen Stationen testet JET die Kombination aus Laden und Saugen: Da auch Schnellladen noch merklich länger dauert als Tanken, bietet sich die Möglichkeit, während der Wartezeit mit einem Staubsauger direkt an der Ladesäule das Fahrzeuginnere zu reinigen. Ob das originelle Angebot angenommen wird, ist noch offen.
60 Ladestationen bis Jahresende
Insgesamt wurden von 815 deutschen JET-Tankstellen bisher 15 solcher Hubs mit Schnellladern ausgestattet (hier eine Liste). Ende des Jahres sollen es bereits 60 sein. Der dort geladene Strom stammt zu 100 Prozent aus regenerativen Energiequellen. Mindestens zwei Ladesäulen mit vier Ladepunkten stellt JET auf, die Ladeleistung beträgt wenigstens 300 kW. Bisher ist das Bezahlen per Girocard (EC-Karte), Debit- oder Kreditkarte sowie per Ladekarte (Roaming) eingerichtet. Demnächst soll auch Plug&Charge möglich sein.
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