Tata hat mit dem Nano bereits für viele Schlagzeilen gesorgt. Das billigste Auto der Welt (umgerechnet weniger als 2000 Euro) war bereits für zwei Rückrufe gut und hängt in den vergangenen Monaten hinter den Verkaufszielen zurück. Jetzt folgt der nächste Coup der Inder, bzw. deren Denkfabrik-Tochter Tata Technologies, die in den USA sitzt. Die hat binnen weniger Monate die Elektroauto-Studie Emo entwickelt, die nicht mehr als 20.000 Dollar kosten soll, wenn sie denn gebaut würde. Macht umgerechnet 15.700 Euro. Und weil die US-Regierung den Kauf von E-Autos steuerlich mit bis zu 7500 Dollar fördert, könnte der Emo umgerechnet weniger als 10.000 Euro kosten. Dafür bekommt der Käufer in Deutschland einen Kleinwagen mit konventionellem Antrieb und magerer Ausstattung.
Tata Emo Elektroauto
Die Türen schwingen gegenläufig auf, eine Heckklappe gibt es nicht.
Bild: Werk
Doch bisher hat Tata eine Serienfertigung nicht in Aussicht gestellt. Dabei ist das Konzept des Emo durchaus schlüssig. Der Winzling mit extremer Keilform und weit ins Dach gezogener Windschutzscheibe hat Platz für vier Personen, auch wenn die Passagiere im Fond auf einer dünnen, durchgehenden Sitzbank leiden müssen. Dafür öffnen die Türen gegenläufig, was den Zugang ins hintere Abteil erleichtert. Das muss so sein, denn auf eine Heckklappe haben die Kontrukteure einfach verzichtet. Gepäck muss also durch die hinteren Türen ins Interieur verfrachtet werden. Die fehlende B-Säule könnte aber bei einem Crash üble Folgen für die Passagiere mit sich bringen. Technische Daten hält Tata Technologies noch weitgehend zurück, aber der Emo soll maximal rund 100 km/h schnell sein und 160 Kilometer Reichweite mitbringen.